Über 1.200 Beamte beteiligt, zahlreiche Sicherstellungen im hohen sechsstelligen Bereich.
Bochum: Organisierte Kriminalität bekämpft – Großeinsatz in NRW

Düsseldorf (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der ZeOS NRW und der Polizei Düsseldorf
Massive Maßnahmen gegen die Organisierte Kriminalität – Erste Einschätzung – Zeitgleiche landesweite Razzien – Viele Sicherstellungen
Das Polizeipräsidium Düsseldorf hat heute Morgen mit einem großen Aufgebot an Beamtinnen und Beamten Maßnahmen gegen einen mittlerweile verbotenen Verein, dessen Mitglieder und weitere Verdächtige ergriffen.
Durchsuchungsbeschlüsse auf der Grundlage des Vereinsrechts und des Ermittlungsverfahrens der ZeOS NRW wurden für insgesamt 58 Objekte erwirkt.
Die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Verein dienten der weiteren Aufklärung der Struktur der betroffenen Rockergruppierung „Hell Angels Motorcycle Club Leverkusen“, der Durchsetzung des Vereinsverbots und der Beschlagnahme von Vereinsvermögen.
Zudem lag der Fokus auf der Sicherstellung von Beweismitteln.
Die Umsetzung der Beschlüsse und Durchsuchungsmaßnahmen begannen zeitgleich am frühen Morgen um 4 Uhr durch die Beamtinnen und Beamten. Aufgrund vorheriger Gefährdungsbewertungen wurden insgesamt 13 Zielobjekte von Spezialeinheiten betreten. An vielen anderen Adressen griff man auf Kräfte der Bereitschaftspolizei zurück.
Neben Kräften des Polizeipräsidiums Düsseldorf waren auch viele Beamtinnen und Beamte der örtlich betroffenen Kreispolizeibehörden, des Landeskriminalamts NRW und anderer Bundesländer beteiligt.
Insgesamt waren über 1.200 Personen an dem Einsatz beteiligt.
Ein 46-jähriger Mann wurde in Langenfeld an seiner Wohnadresse aufgrund eines Haftbefehls festgenommen.
Im Rahmen des Einsatzes wurden Sach- und Vermögenswerte im hohen sechsstelligen Bereich auf straf- und vereinsrechtlicher Grundlage sichergestellt.
Bis 15:00 Uhr wurden folgende Gegenstände und Beweismittel sichergestellt oder beschlagnahmt:
Bisher wurde keine der betroffenen Personen an den Objekten verletzt. Ein Polizeibeamter erlitt bei dem Einsatz ohne Fremdeinwirkung eine leichte Verletzung.
Die Durchsuchungen fanden an folgenden Orten statt:
Ahaus, Bergheim, Bochum, Bottrop, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Erkrath, Gummersbach, Hagen, Herne, Hilden, Kerpen, Köln, Langenfeld, Leverkusen, Lünen, Marienheide, Monheim am Rhein, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Neuss, Oberhausen, Solingen, Velbert, Voerde, Wesel
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch relativ konstant, mit 63.352 gelösten Fällen im Jahr 2022 und 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56.367 im Jahr 2022 auf 57.879 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren mehr Männer als Frauen, wobei die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023 stieg. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








