Am Morgen des 28. Juni sammelte ein Mann Pfandflaschen im Gleisbereich des Bochumer Hauptbahnhofs. Ein einfahrender ICE musste daraufhin eine Schnellbremsung einleiten. Verletzt wurde niemand.
Bochum: Pfandflaschen im Gleisbereich gesammelt

Bochum (ost)
Früh am 28. Juni sammelte ein Mann im Alter von 43 Jahren Pfandflaschen im Gleisbereich des Bochumer Hauptbahnhofs. Ein ICE, der einfuhr, musste daraufhin eine Schnellbremsung durchführen. Es gab keine Verletzten.
Um 02:05 Uhr erhielt die Bundespolizei Informationen über eine Person im Gleisbereich des Bochumer Hauptbahnhofs.
Nach bisherigen Erkenntnissen sammelte ein deutscher Staatsbürger dort Pfandflaschen. Der Fahrer des einfahrenden ICE 921 erkannte den Mann rechtzeitig, leitete eine Schnellbremsung ein und gab einen Achtungspfiff ab.
Der Obdachlose verließ daraufhin den Gleisbereich von alleine und wurde von Mitarbeitern der DB Sicherheit zum Bundespolizeirevier Bochum gebracht.
Die Bundespolizisten dokumentierten den Vorfall und bestätigten dies in einem Telefonat mit dem 40-jährigen deutschen Lokführer. Nach der Belehrung äußerte sich der Beschuldigte nicht zum Vorfall. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille.
Durch die Schnellbremsung wurden weder Reisende noch Bahnmitarbeiter verletzt. Auch gab es keine nennenswerten Auswirkungen auf den Zugverkehr.
Die Bundespolizei leitete eine Untersuchung wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 43-Jährige freigelassen.
Die Bundespolizei weist erneut darauf hin, dass das Betreten von Gleisanlagen lebensgefährlich ist. Züge nähern sich oft fast geräuschlos und können selbst bei einer Schnellbremsung erst nach mehreren hundert Metern zum Stillstand kommen. Gleisanlagen dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen betreten oder überquert werden. Schon wenige Sekunden der Unachtsamkeit können schwerwiegende oder sogar tödliche Folgen haben.
Quelle: Presseportal








