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Bonn: Erpressung in Troisdorf

Ein Mann wurde bedroht und erpresst, die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest und fand Waffen bei einer Durchsuchung.

Foto: Depositphotos

Troisdorf (ost)

Im Mitte Mai 2026 wandte sich ein Bürger an die Polizei in Troisdorf. Er informierte die Beamten darüber, dass er von einer zunächst unbekannten Person über einen Messenger-Dienst kontaktiert und bedroht wurde. Der Hintergrund waren frühere Kontakte zu einer Frau. Der Unbekannte verlangte 25.000 Euro und drohte mit Gewalt, falls das Geld nicht gezahlt würde. Um seine Drohung zu unterstreichen, nannte er persönliche Informationen über den Mann und die Aufenthaltsorte seiner Familienmitglieder.

Die Kripo begann sofort mit den Ermittlungen und identifizierte noch am selben Tag einen 42-jährigen Verdächtigen aus Troisdorf. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung, die von einem Richter angeordnet wurde, war der Verdächtige nicht anwesend, jedoch fanden die Beamten zwei vermutlich scharfe Schusswaffen.

Da die Ermittlungen den Verdacht der versuchten Erpressung erhärteten, beantragte die Staatsanwaltschaft Bonn beim Amtsgericht Siegburg einen Haftbefehl gegen den bereits polizeibekannten Mann.

Am Mittwoch (27. Mai) lokalisierten Zivilfahnder den 42-Jährigen in der Innenstadt von Troisdorf und nahmen ihn widerstandslos fest. Bei der Festnahme fanden die Beamten außerdem Betäubungsmittel, was zu einem weiteren Strafverfahren führte. Der Beschuldigte soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden. (Bi)

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht von 56367 auf 57879. Insgesamt waren 2023 51099 männliche Verdächtige, 6780 weibliche Verdächtige und 18722 nicht-deutsche Verdächtige in Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten gemeldeten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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