Die Kreispolizeibehörde des Rhein-Sieg-Kreises führte einen umfangreichen Kontrolltag durch, bei dem der Fokus auf „ungeschützten Verkehrsteilnehmern“ lag. Es wurden mehr als 60 Fahrrad- und E-Scooterfahrer kontrolliert und mehrere Verstöße festgestellt.
Bonn: Kontrolltag PW Siegburg – „Ungeschützte Verkehrsteilnehmer“ im Fokus

Siegburg (ost)
Am Dienstag (17. März) führte die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis in Siegburg einen umfangreichen Kontrolltag durch. Zwischen 11:00 und 19:00 Uhr waren über 70 Polizeibeamte im Einsatz. Einsatzkräfte aller Polizeiwachen des Rhein-Sieg-Kreises, des Verkehrsdienstes sowie Beamte der Verkehrs- und Kriminalprävention und der Bereitschaftspolizei aus Bonn waren beteiligt.
Neben der sichtbaren Präsenz im öffentlichen Raum zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls lag der Fokus der Polizei auf der Überwachung des Straßenverkehrs. Besonderes Augenmerk galt den „ungeschützten Verkehrsteilnehmern“ wie Fußgängern, Radfahrern, E-Scooter- und Motorradnutzern.
Insgesamt wurden über 60 Fahrrad- und E-Scooterfahrer kontrolliert. Sechs E-Scooterfahrer wurden aufgrund ungültiger Versicherungskennzeichen angezeigt. Gegen sie wurden Verfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.
Zudem wurden bei zwei E-Scooterfahrern Hinweise auf Drogenkonsum festgestellt. Nach positiven Vortests wurden Blutproben entnommen und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Weiterhin wurden über 50 Verstöße im Zusammenhang mit Fahrrädern und E-Scootern mit Verwarnungsgeldern geahndet, oft wegen der Nutzung von Gehwegen.
Auch der motorisierte Verkehr wurde kontrolliert. Vier Autofahrer wurden ohne gültige Fahrerlaubnis erwischt und angezeigt. Zudem wurden zahlreiche kleinere Verkehrsverstöße festgestellt und geahndet.
Neben repressiven Maßnahmen informierten Polizeibeamte in Bürgergesprächen, insbesondere aus dem Bereich Opferschutz, über sicheres Verhalten im Straßenverkehr, den Umgang mit Pedelecs und E-Scootern sowie Einbruchsprävention.
Abschließend zog Polizeioberkommissar Johannes Plehn ein positives Fazit: „Der Kontrolltag hat gezeigt, wie wichtig sowohl konsequente Verkehrsüberwachung als auch der direkte Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sind. Unser Ziel bleibt es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen – insbesondere derjenigen, die im Straßenverkehr besonders gefährdet sind.“ #RheinSiegSicher (Re)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Tote, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








