Täter nutzen Dating-Portale, um Opfer auszuspähen und zu bestehlen. Vorsicht bei schnellen Treffen in privaten Wohnräumen!
Bonn: Polizei warnt vor Betrugs- und Einbruchsfalle

Bonn (ost)
Die Polizei in Bonn warnt vor einer Betrugs- und Einbruchsmethode, die in der vergangenen Woche erstmals in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich registriert wurde. Die Täter nutzen Dating-Plattformen im Internet, um das Vertrauen ihrer späteren Opfer zu gewinnen, deren Wohnungen auszuspionieren und sie dann gezielt zu bestehlen.
Im aktuellen Monat (Juli 2026) gab es in Bonn einen solchen Betrugsfall, der zu einem Wohnungseinbruch und dem Diebstahl hochwertiger Beute führte, was schwerwiegende Folgen für das Opfer hatte. Nach den aktuellen Ermittlungen hatte das spätere Opfer über eine Online-Dating-Plattform Kontakt zu einer noch nicht identifizierten Frau aufgenommen. Die Frau war unter falschem Namen und falschem Alter bei der Plattform registriert und nutzte ein offensichtlich KI-generiertes Foto für ihr Profil.
Bei einem ersten Treffen des späteren Opfers mit der vermeintlichen neuen Bekanntschaft in seinen eigenen Wohnräumen hatte die Frau offensichtlich die Gelegenheit, das Haus des Mannes unbemerkt auszuspionieren. Bei einem weiteren Treffen verabredete sich das spätere Opfer mit der Täterin zu einem gemeinsamen Restaurantbesuch außerhalb der eigenen Wohnung. Diese sichere Abwesenheit des Alleinstehenden nutzten Komplizen der Betrügerin, um in dieser Zeit in das Haus des Mannes einzubrechen und nach Wertgegenständen zu suchen. Dabei stahlen die Täter Schmuck, Münzen und Edelmetall.
Die Bonner Polizei nutzt diesen aktuellen Vorfall, um auf diese Tat hinzuweisen:
Seien Sie vorsichtig, wenn neue Internet-Bekanntschaften schnell vorschlagen, sich in Ihren privaten Wohnräumen zu treffen, oder wenn sie sich sehr detailliert nach Ihren Arbeitszeiten, Urlaubsdaten, Sicherheitssystemen Ihres Hauses oder finanziellen Verhältnissen erkundigen.
Zeigen Sie flüchtigen Bekannten bei ersten Besuchen nicht das ganze Haus und gewähren Sie keinen Einblick in die Position von Tresoren, Safes oder Büros.
Vergewissern Sie sich, dass Ihre Haustür / Wohnungstür auch bei kurzer Abwesenheit immer doppelt verriegelt ist, da ein einfaches „Zuziehen“ nicht ausreicht, da die Falle von außen ohne Spuren zurückgedrückt und die Tür geräuschlos geöffnet werden kann. Schließen oder sichern Sie alle Fenster, wenn möglich.
Führen Sie eine Rückwärtssuche im Internet durch, um zu überprüfen, ob die Profilbilder Ihrer Chat-Partner aus Stockfoto-Datenbanken stammen, von anderen echten Profilen gestohlen wurden oder KI-generiert sind.
Seien Sie generell sparsam mit dem Versenden und Preisgeben Ihrer eigenen Daten (Vollname, Adresse, Bild- / Videodateien), insbesondere im Hinblick auf intime Foto- und Videoaufnahmen, da diese für weitere / andere Straftaten genutzt werden können.
Informieren Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110, wenn Sie verdächtige Feststellungen machen. Erstatten Sie sofort Anzeige, wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Sichern Sie sofort alle Chatverläufe, Telefonnummern und Profilbilder der entsprechenden Dating-Plattform.
Weitere nützliche Informationen zu den Themen Einbruchsschutz, Betrugsvorbeugung und Sicherheit beim Online-Dating finden Sie unter anderem auf den folgenden Seiten:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/online-dating/
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sextortion/
https://www.k-einbruch.de/
https://bonn.polizei.nrw./seniorenpraevention-0
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 23.528 Fälle von Einbrüchen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27.061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3.385 auf 3.616. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 2.789 auf 3.069. Davon waren 2.344 männlich und 455 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.196 auf 1.451. Im Vergleich zu der Region mit den meisten Einbruchsfällen in Deutschland im Jahr 2023, die 27.061 Fälle verzeichnete, zeigt sich, dass Nordrhein-Westfalen ebenfalls eine hohe Anzahl von Einbrüchen aufweist.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 23.528 | 27.061 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.385 | 3.616 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.789 | 3.069 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.344 | 2.614 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 445 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.196 | 1.451 |
Quelle: Bundeskriminalamt







