Ein aufmerksamer Zeuge erkannte den Betrüger in der Gaststätte und informierte die Polizei. Der 69-Jährige befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Bonn-Südstadt: Gaststätten-Mitarbeiter erkennt Tatverdächtigen aus den Nachrichten

Bonn (ost)
Dank der Aufmerksamkeit eines Zeugen gelang es den Einsatzkräften der Bonner Polizei am Montagabend (13.07.2026), einen mutmaßlichen Serienbetrüger vorläufig festzunehmen. Seit Dienstag (14.07.2026) befindet sich der 69-jährige Verdächtige in Untersuchungshaft.
Um 19:10 Uhr wurden Polizeibeamte der City-Wache zu einer Gaststätte in der Bonner Südstadt gerufen. Ein Mitarbeiter des Lokals hatte einen Gast bemerkt, der behauptete, ein ehemaliger Handchirurg zu sein, der mit leukämiekranken Kindern gearbeitet habe.
Der Angestellte wurde misstrauisch, da ihm diese Geschichte aus Berichten in den Medien bekannt vorkam. Zudem wusste er von ähnlichen Vorfällen in Gaststätten in der Umgebung von Bonn. Deshalb alarmierte er die Polizei. Die Streifenwagenbesatzung, die eintraf, überprüfte den Verdächtigen. Die Ermittlungen zu seiner Identität ergaben, dass es sich tatsächlich um einen Mann handelte, der bereits in der Vergangenheit wegen vieler Betrugsfälle bekannt war. Dem 69-Jährigen wird vorgeworfen, regelmäßig Spenden unter Verwendung dieser Geschichte zu sammeln, um im Gegenzug wertlose Handelsgutscheine zu erhalten.
Bei der Durchsuchung seines Rucksacks fanden die Beamten verschiedene wertlose Gutscheine von verschiedenen Handelsketten sowie Flyer und Anstecknadeln einer TV-Kindersendung. Der 69-Jährige, der obdachlos ist, wurde vorläufig festgenommen und am nächsten Tag einem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ.
Die Ermittlungen gegen den Mann, gegen den die Bonner Polizei bereits in einem ähnlichen Fall ermittelt hat, dauern an.
Quelle: Presseportal








