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Bonn: WhatsApp-Betrug in Swisttal

Junge Mann überweist Geld an Freund in vermeintlicher Notlage – Polizei warnt vor Betrugsmasche

Foto: Depositphotos

Bonn (ost)

Bei der Polizei in Bonn wurden in den letzten Tagen mehrere Fälle von Betrug mit WhatsApp-Nachrichten gemeldet, die in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich liegen.

In diesen Fällen senden Betrüger Nachrichten über den Messenger-Dienst WhatsApp. Diese Nachrichten, die an Kontakte von bereits kompromittierten Konten gesendet werden, enthalten Links zu vermeintlichen Online-Abstimmungen oder anderen Aktionen.

Wenn die Opfer einen QR-Code scannen oder einen Bestätigungscode eingeben, erhalten die Täter Zugriff auf ihr WhatsApp-Konto. Danach kontaktieren die Betrüger sofort die gespeicherten Kontakte des Opfers. Sie täuschen unter einem Vorwand eine finanzielle Notlage vor und bitten diese Kontakte um Geld.

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen ereignete sich ein Fall am Mittwochnachmittag (29.07.2026) in Swisttal. Ein 21-Jähriger erhielt von einem Bekannten eine Nachricht mit einem Link zu einer Abstimmung, um einem Kind in Not zu helfen. Nach dem Öffnen des Links wurde er aufgefordert, seine Handynummer einzugeben und ein Bestätigungsfeld zu drücken. Daraufhin übernahmen Betrüger sein WhatsApp-Konto und sendeten, zunächst unbemerkt vom 21-Jährigen, Nachrichten an seine Kontakte.

Ein Freund des Mannes folgte der Aufforderung aus der Nachricht und half ihm in einer finanziellen Notlage aus. Da das WhatsApp-Profil keine Abweichungen zum normalen Profil aufwies, schöpfte der Freund keinen Verdacht und überwies per Echtzeitüberweisung einen mittleren dreistelligen Betrag auf das vermeintliche Konto des 21-Jährigen.

Kurz darauf bemerkte der Mann den Betrug, der in seinem Namen begangen wurde, und warnte seine Kontakte. In den Einstellungen seines Profils konnte er den alleinigen Zugriff auf sein Konto zurückgewinnen.

Die Bonner Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem Phänomen des sogenannten „WhatsApp Hijacking“:

– Informieren Sie Ihr Umfeld über diese Betrugsmasche. Wenn Sie Opfer dieser Betrugsmasche sind, wenden Sie sich umgehend an die Polizei.

Weitere Informationen zu diesem Betrugsphänomen erhalten Sie beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):

https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Abonnements/Newsletter/Buerger-CERT-Abos/Newsletter-Einfach-Cybersicher/Einfach_Cybersicher_260114/_documents/News-Update_2_Phishing_WhatsApp_Kopplungsfunktion.html

Quelle: Presseportal

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