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Borken: Alkoholfahrt endet im Sturz

Ein Fahrer in Borken stürzte betrunken mit einem Leichtkraftrad und zog sich schwere Verletzungen zu. Polizei zieht Wochenbilanz mit 15 Verkehrsteilnehmern unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Foto: Depositphotos

Kreis Borken (ost)

Der Konsum von Alkohol kann das Fahren stark beeinträchtigen. Die Auswirkungen einer solchen Entscheidung wurden am letzten Wochenende in Borken deutlich.

Am Sonntagabend fuhr ein Fahrer eines Leichtkraftrades den Brennersdiek in Borken-Marbeck entlang. Der 35-Jährige kam von der Straße ab und stürzte, wobei er sich schwere Verletzungen zuzog. Zum Zeitpunkt des Unfalls stand er unter Alkoholeinfluss. Es stellte sich heraus, dass er keine Fahrerlaubnis besaß und das Fahrzeug ohne gültige Haftpflichtversicherung fuhr. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in ein nahegelegenes Krankenhaus, wo ihm ein Arzt eine Blutprobe entnahm.

Dieser Vorfall verdeutlicht: Wer alkoholisiert oder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fährt, setzt nicht nur seine eigene Gesundheit aufs Spiel, sondern gefährdet auch andere Verkehrsteilnehmer.

In der letzten Woche stellte die Polizei im Kreis Borken insgesamt 15 Verkehrsteilnehmer fest, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnahmen. Fünf Fahrer standen unter Alkoholeinfluss, zehn waren durch Betäubungsmittel beeinflusst.

Im Nordkreis registrierte die Polizei sieben Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Im Südkreis entdeckten die Einsatzkräfte neben dem Mann in Borken zwei weitere Fahrer in Bocholt sowie jeweils einen in Raesfeld und Reken unter Alkoholeinfluss. Außerdem führten jeweils ein Fahrer in Borken, Reken und Bocholt ein Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Die Polizei appelliert erneut eindringlich: Wer Alkohol oder Drogen konsumiert hat, sollte nicht fahren. Jede Fahrt unter dem Einfluss von berauschenden Substanzen ist eine bewusste Entscheidung mit potenziell schwerwiegenden Konsequenzen – nicht nur für den Fahrer selbst, sondern auch für Mitfahrende, Angehörige und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer. Schon geringe Mengen können die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen und zu schwerwiegenden Verkehrsunfällen führen. Neben hohen Strafen drohen der Entzug des Führerscheins und in vielen Fällen eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU).

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 51099 weiterhin höher war als der der weiblichen Verdächtigen mit 6780. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Trotz des Anstiegs bleibt Nordrhein-Westfalen nicht die Region mit den meisten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023, da in einer anderen Region 73917 Fälle registriert wurden.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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