Ein 31-jähriger Libanese flüchtete vor der Polizei in Dortmund-Brackel, verursachte einen Unfall und versuchte dann zu Fuß zu entkommen.
Brackel: Verfolgungsfahrt endet mit Unfall

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0657
Am Montagabend (10. August) plante ein Streifenteam der Polizei Dortmund die Kontrolle eines Fahrzeugs auf der Brackeler Straße. Der Fahrer floh und verursachte einen Unfall in Dortmund Brackel.
Um 20:15 Uhr bemerkten die Beamten einen VW Touran auf der Brackeler Straße in Richtung Asseln. Der Fahrer nahm sofort die Ausfahrt „Brackel“, als er die Polizei sah. An der Ampelkreuzung zur Flughafenstraße fuhr der Streifenwagen neben den VW und signalisierte dem Fahrer eine allgemeine Verkehrskontrolle.
Der Fahrer, ein 31-jähriger Libanese ohne festen Wohnsitz in Deutschland, folgte jedoch nicht den Anweisungen der Polizisten und bog nach rechts auf die Flughafenstraße ab. Er beschleunigte das Fahrzeug so stark, dass der Streifenwagen nicht aufholen konnte. Die Beamten sahen jedoch, wie der Touran nach rechts in den Kaldehofweg abbog. Von dort aus setzte die Verfolgung nach links in die Straße „Am Westheck“ und schließlich wieder nach links in die Kühlingstraße fort.
Man kann die Verkehrsregeln missachten, aber die Gesetze der Physik nicht. Denn in einer Kurve (Höhe der Hausnummer 20) verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und kollidierte mit einem geparkten Peugeot. Er schleuderte weiter und kam vor einer Laterne zum Stehen.
Während sein 21-jähriger Beifahrer aus Lünen nach dem Unfall im Auto blieb, war der 31-Jährige noch nicht zufrieden. Er entschied sich, zu Fuß zu fliehen. Eine sehr kurze Flucht, denn er stolperte nach einem kurzen Sprint und fiel.
Nachdem er den Unfall unverletzt überstanden hatte, benötigte er nach dem Sturz einen Rettungswagen, der ihn zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus brachte.
Zudem gestand er, dass er zuvor Drogen konsumiert hatte und auch keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Daher entnahm ein Arzt eine Blutprobe und der VW wurde beschlagnahmt.
Insgesamt entstand ein geschätzter Sachschaden von 6.200 Euro.
Der Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie eines verbotenen Einzelrennens. Auch die Fahrzeughalterin muss mit einer Anzeige rechnen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% aller Unfälle entspricht. In innerorts gelegenen Ortslagen ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, die Schwerverletzten 11.172 und die Leichtverletzten 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








