In der Nacht zu Montag wurde ein Mehrparteienhaus durch mutmaßliche Brandstiftung in Gefahr gebracht. Die Polizei sucht nun nach Zeugen für weitere Hinweise.
Brandstiftung in Bornheim-Roisdorf – Mordkommission ermittelt

Bornheim (ost)
In der Nacht von Sonntag auf Montag (02.03.2026) wurden die Polizei und die Feuerwehr zu einem Brand im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses in der Siegesstraße in Bornheim-Roisdorf gerufen.
Um 03:05 Uhr wurde über den Notruf ein Feuer an der Eingangstür des Gebäudes gemeldet, nachdem ein Bewohner durch einen ausgelösten Rauchmelder im Flur auf die Situation aufmerksam wurde. Der Mann schaffte es, das Feuer alleine zu löschen. Dabei wurde der 43-Jährige durch Rauchgas verletzt. Nach den ersten Ermittlungen ergab sich der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung an der Tür. Aufgrund der Gesamtumstände übernahm eine Mordkommission der Bonner Polizei unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Winterscheidt in enger Zusammenarbeit mit Oberstaatsanwältin Claudia Heitmann von der Bonner Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen, die derzeit noch im Gange sind.
Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die in der Nacht zu Montag verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Tatorts gesehen haben könnten. Sie werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an KK11.Bonn@polizei.nrw.de mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle gemeldet, wobei 357 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 518 Verdächtige, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der gemeldeten Fälle auf 470, wobei 443 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 671, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die im Jahr 2023 die meisten Mordfälle verzeichneten (470), liegt Nordrhein-Westfalen mit einer ähnlichen Anzahl von Fällen auf einem besorgniserregenden Niveau.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








