Polizei findet Drogen und Waffen im Fahrzeug, Fahrer unter Drogeneinfluss festgenommen.
Brilon: Gestohlener Audi landet im Straßengraben

Brilon (ost)
Am Donnerstagmorgen des 13.08.2026 wurde die Polizeiwache Brilon um 08:10 Uhr über einen Autounfall auf der Kreisstraße zwischen Nehden und Thülen informiert.
Die Polizisten vor Ort fanden einen Audi A6 im Straßengraben bzw. angrenzenden Feld. Das Fahrzeug steckte mit der Hinterachse etwa 50 Zentimeter tief im Graben fest. Offenbar hatte man vergeblich versucht, den Audi mit einer Schaufel und einem Eimer zu befreien.
Nach Ermittlungen und Zeugenaussagen erhärtete sich der Verdacht gegen einen 43-jährigen Mann, der das Auto gefahren und sich beim Wenden im Graben festgefahren hatte. Der Verdächtige gab gegenüber den Beamten zu, Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Da er keinen Führerschein besaß und Anzeichen für Drogenkonsum vorlagen, wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet.
Weitere Untersuchungen ergaben, dass der Audi seit Ende Juli 2026 in Thüringen als gestohlen gemeldet war. Das vordere Kennzeichen am Fahrzeug gehörte ursprünglich zu einem anderen Auto und war ebenfalls zur Fahndung ausgeschrieben. Ein hinteres Kennzeichen fehlte am Fahrzeug.
Bei der Durchsuchung des Audi entdeckten die Beamten eine große Menge vermutliches Amphetamin in einem Rucksack. Außerdem wurden mehrere Messer, eine Zwille und ein offenbar verbotener Teleskopschlagstock sichergestellt. Der Verdächtige gab später an, dass das Amphetamin ihm gehörte.
Gegen den Mann wird unter anderem wegen des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, des Kennzeichenmissbrauchs sowie Verstößen gegen das Pflichtversicherungs-, Betäubungsmittel- und Waffenrecht ermittelt. Auch die Herkunft des gestohlenen Fahrzeugs und die näheren Umstände seiner Nutzung sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Der Audi wurde zur Sicherung von Spuren beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56367, während es 2023 57879 waren. Von den Verdächtigen waren 2022 49610 männlich und 6757 weiblich, während es 2023 51099 männliche und 6780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Im Jahr 2023 war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








