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Buchholz: Kinder kontrollieren Verkehr vor Kita

Kinder in Duisburg-Großenbaum kontrollieren mit Polizei das Tempo vor ihrer Kita und verteilen Erdbeer- und Zitronen-Denkzettel an Verkehrsteilnehmende.

Collage
Foto: Presseportal.de

Duisburg (ost)

Am Dienstagmorgen (9. Juni) in Duisburg-Großenbaum könnten besondere Verkehrswächter diejenigen begrüßt haben, die auf der Angertaler Straße unterwegs waren: Kinder aus einer Kindertagesstätte kontrollierten gemeinsam mit Polizistinnen und Polizisten der Polizeiwache Buchholz, der Verkehrsunfallprävention sowie Bezirksdienstbeamtinnen und -beamten den Verkehr vor ihrer Einrichtung.

Von 9:30 bis 11:30 Uhr stand die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt. Vor dem Kindergarten führten die Einsatzkräfte gezielte Geschwindigkeitskontrollen in der Tempo-30-Zone durch. Anstatt nur Verwarnungen auszusprechen, hatten die Kinder diesmal eine besonders anschauliche Botschaft.

In der vorherigen Woche hatten die Kinder fleißig gebastelt und gemalt: Erdbeer-Motive für diejenigen, die sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hielten, und saure Zitronen-Motive als „Denkzettel“ für diejenigen, die zu schnell fuhren. Die „beerenstarken“ Erdbeer-Dankeskarten überwogen. Die Verkehrsteilnehmer, die zu schnell unterwegs waren, mussten jedoch ein Verwarnungsgeld zahlen.

Zusammen mit den Polizistinnen und Polizisten durften die Kinder die Fahrer der angehaltenen Fahrzeuge ansprechen, ihre selbst gemalten Bilder überreichen und erklären, warum langsames Fahren vor einem Kindergarten so wichtig ist. Viele Verkehrsteilnehmer nahmen sich Zeit für die Gespräche und zeigten Verständnis für die Anliegen der jungen Verkehrsdetektive.

Diese Aktion verdeutlichte die Bedeutung von Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Besonders vor Kindertagesstätten und Schulen können wenige km/h mehr oder weniger entscheidend sein. Kinder bewegen sich oft spontan und für Autofahrer nicht immer vorhersehbar im Straßenraum. Angepasste Geschwindigkeit kann helfen, Unfälle zu vermeiden und Leben zu schützen.

Die Polizei Duisburg setzt bewusst auf Prävention und direkte Begegnungen mit solchen Aktionen. Wenn Kinder selbst erklären, warum Tempolimits wichtig sind, hat dies oft eine nachhaltigere Wirkung als jede Verwarnung.

An diesem Vormittag wurde deutlich, dass Verkehrssicherheit uns alle betrifft – und manchmal haben die Kleinsten die größte Wirkung.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle, was 8,68% ausmacht, außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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