Ein 15-jähriger Kaarster wurde bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt, als eine Autofahrerin den Vorrang missachtete. Die Polizei warnt vor den Gefahren und gibt Sicherheitstipps.
Büttgen: Schwerer Unfall mit E-Scooter-Fahrer

Kaarst (ost)
Ein 15-jähriger Kaarster wurde bei einem Verkehrsunfall am Robert-Grootens-Platz in Büttgen am Donnerstag (05.03.) gegen 19:00 Uhr schwer verletzt. Sanitäter brachten ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.
Der Jugendliche fuhr auf einem E-Scooter in Richtung Birkhofstraße, als eine 71-jährige Frau aus Kaarst beim Abbiegen nach links die Vorfahrt des entgegenkommenden Zweiradfahrers missachtete und es zu einem Zusammenstoß kam.
Die Autofahrerin gibt an, den Jugendlichen aufgrund seiner dunklen Kleidung und fehlender Beleuchtung nicht gesehen zu haben. Sie blieb unverletzt. Der Jugendliche konnte bisher nicht von der Polizei befragt werden.
Zeugen werden gebeten, sich beim Verkehrskommissariat 1 unter der Telefonnummer 02131 300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de zu melden.
Die Polizei empfiehlt:
Tipp 1:
Wie beim Radfahren besteht auch für E-Scooter keine Helmpflicht. ABER: Selbst bei unverschuldeten Stürzen mit niedriger Geschwindigkeit können schwerwiegende Kopfverletzungen auftreten! Tragen Sie daher zum eigenen Schutz immer einen Helm. Er schützt Sie vor schwerwiegenden Folgen bei einem Unfall. Weitere Informationen zum Thema E-Scooter unter https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw/e-scooter.
Tipp 2:
Sicherheit durch Sichtbarkeit! Achten Sie als Zweiradfahrer auf Ihre Sichtbarkeit und minimieren Sie Ihr Unfallrisiko durch Einschalten Ihrer Beleuchtung und das Tragen heller oder reflektierender Kleidung. Schlechte Sichtverhältnisse treten nicht nur bei Dunkelheit, sondern auch bei Dämmerung, Regen, Nebel oder Schneefall auf.
Tipp 3:
Fehler beim Abbiegen sind seit Jahren eine der Hauptunfallursachen im Rhein-Kreis Neuss. Zweiradfahrer und Fußgänger sind bei Abbiegeunfällen besonders gefährdet, da sie weitgehend ungeschützt sind. Deshalb empfiehlt die Polizei Autofahrern, beim Abbiegen besonders vorsichtig zu sein und ihre volle Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr zu richten. Grundsätzlich muss beim Abbiegen immer mit Zweiradfahrern und Fußgängern aus beiden Richtungen gerechnet werden. Aber auch beim Parken an Kreuzungen und Einmündungen sollten Autofahrer immer darauf achten, die Sicht auf Radfahrer und Fußgänger nicht zu blockieren.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








