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Burscheid: Falsche Bankmitarbeiter ergaunern fünfstelligen Betrag

Ein Burscheider wurde Opfer eines Telefonbetrugs, bei dem er Wertpapiere verkaufte und Geld überwies. Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen und gibt Tipps zur Prävention.

Foto: unsplash

Burscheid (ost)

Letzten Sonntag (19.04.) wurde ein Bewohner von Burscheid angerufen, bei dem sich der Anrufer als Angestellter der Kreissparkasse Köln ausgab. Sogar die tatsächliche Rufnummer der Bank wurde auf dem Display des Mannes angezeigt.

Der Anrufer informierte über angebliche Unregelmäßigkeiten bei Abbuchungen vom Konto des Mannes. Aufgrund der Verunsicherung ließ sich der Burscheider dazu verleiten, die pushTAN-App der Bank zu öffnen und mehrere Überweisungen zu bestätigen. Kurz darauf stellte er fest, dass es zu Wertpapierverkäufen und einer Überweisung auf ein fremdes Konto gekommen war. Der Schaden belief sich zunächst auf einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich.

Es wurde eine Strafanzeige erstattet und die Bank wurde umgehend kontaktiert, um den Schaden möglichst zu begrenzen und Buchungen zu stornieren. Ob der Geschädigte sein gesamtes Geld zurückerhalten wird, war zunächst noch unklar.

Die Polizei warnt immer wieder vor dieser Betrugsmasche und appelliert erneut, keine persönlichen Daten an Unbekannte weiterzugeben. Übergeben Sie auch niemals Bankkarten, Geld oder Wertsachen an Fremde, auch wenn diese sich als Boten oder Mitarbeiter einer Bank ausgeben. Bankangestellte würden Sie niemals telefonisch auffordern, Zugangsdaten preiszugeben oder einen Fernzugriff auf Ihren privaten Computer zu verlangen. Wenn Sie Beratung zu dieser oder ähnlichen Betrugsmaschen wünschen, stehen Ihnen unsere Kolleginnen und Kollegen der Kriminalprävention jederzeit gerne telefonisch unter der Rufnummer 02202 205-444 oder per E-Mail unter gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de zur Verfügung. (ct)

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen stieg leicht von 6623 auf 7062, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 29.667 21.181
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.667 8.126
Anzahl der Verdächtigen 6.623 7.062
Anzahl der männlichen Verdächtigen 4.478 4.726
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.145 2.336
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 2.072 2.159

Quelle: Bundeskriminalamt

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