Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Coesfeld: Auto ohne Führerschein und Drogen zur Polizei gefahren

Ein 28-jähriger Mann fuhr ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss zur Polizeiwache, um eine Anzeige zu erstatten. Nach einer Blutprobe erwartet ihn ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss.

Foto: Depositphotos

Coesfeld (ost)

Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Mann am Sonntagmittag zur Polizeiwache kommt, um eine Anzeige zu erstatten. Dies war auch für die Beamten der Polizeiwache Coesfeld am 12.04. gegen 13:30 Uhr zunächst ein Routinefall, als ein 28-jähriger die Wache betrat und eine Verkehrsunfallflucht meldete.

Bei der regulären Überprüfung des Coesfelders mit albanischer Staatsbürgerschaft stellten die Beamten jedoch fest, dass er keine gültige Fahrerlaubnis besaß und anscheinend unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Die physischen Anzeichen waren offensichtlich, ein Test bestätigte den Verdacht auf Cannabiskonsum. Ein Arzt entnahm dem Mann daraufhin eine Blutprobe. Ihm droht nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt.

An dieser Stelle könnte die Geschichte enden. Der 28-Jährige sorgte jedoch für eine ungewöhnliche Fortsetzung, selbst für erfahrene Polizeibeamte. Beamte der Leitstelle beobachteten, wie der Mann nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erneut in sein Auto stieg, das er direkt vor dem Dienstgebäude geparkt hatte. Sie informierten ihre Kollegen auf der Wache, die den Verkehrssünder erneut vor dem Gebäude stoppten.

Da der Mann offensichtlich nicht einsichtig war, nahmen die Beamten nun den Schlüssel des VW Golf in Gewahrsam, um die Weiterfahrt zu verhindern. Der 28-Jährige verließ schließlich die Örtlichkeit als Fußgänger, jedoch mit einer weiteren Strafanzeige im Gepäck.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 56367 auf 57879. Die meisten Verdächtigen waren männlich, wobei 2023 insgesamt 51099 männliche Verdächtige registriert wurden. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24