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Coesfeld: Raub auf Paketzusteller vorgetäuscht

Polizei entlarvt falschen Raubüberfall in Senden-Ottmarsbocholt. Täter kannten sich, planten Diebstahl einer Armbanduhr zusammen.

Foto: Depositphotos

Coesfeld (ost)

Im vergangenen Dezember meldete ein Paketzusteller einen Raubüberfall bei der Polizei. Laut dem Mann wurde er am 12.12.2025 mittags bei einer Paketzustellung von einem Unbekannten überfallen und geschlagen. Schließlich floh der Täter mit dem geraubten Paket, wie die Polizei mitteilte: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6006/6179970

Die Polizei startete intensive Ermittlungen und suchte unter anderem durch einen Zeugenaufruf nach dem Verdächtigen. Diese Untersuchungen ergaben nun, dass der Raubüberfall inszeniert war. Der „Täter“ und sein „Opfer“, beide 20-jährige Männer aus Senden, kannten sich und arbeiteten bei der Tat zusammen. Der Inhalt des Pakets: Eine luxuriöse Armbanduhr.

Der Verdächtige hatte die Uhr zuvor bestellt und ließ sie von seinem Bekannten an eine falsche Adresse liefern. Dort fand dann der abgesprochene Überfall statt. Die erbeutete Uhr verkauften die Männer anschließend, um an Bargeld zu gelangen.

Gegen beide Männer wird nun wegen Warenkreditbetrugs und Vortäuschung einer Straftat weiter ermittelt.

Ursprungsmeldung:

15.12.2025 – 15:56 Uhr, Senden-Ottmarsbocholt, Strontianitfeld/Räuber erbeutet Paket

Ein unbekannter Tatverdächtiger raubte am Freitag (12.12.) ein Paket auf der Straße Strontianitfeld.

Gegen 13.00 Uhr war ein Postzusteller in der Straße unterwegs, als ein unbekannter Mann ihn auf ein Paket für einen bestimmten Empfänger ansprach. Der Mann war zu Fuß über einen Fußweg gekommen, der östlich am Baugebiet entlangführt und die Straßen Sudendorp und Auf dem Felde verbindet.

Als der Zusteller das Paket nur gegen Vorlage eines Personalausweises übergeben wollte, bedrohte der Unbekannte ihn und schlug ihm in den Bauch. Anschließend nahm er das Paket an sich und flüchtete wieder über den Fußweg in nördliche Richtung (Auf dem Felde).

Der Paketzusteller wurde verletzt, ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Dies stellt einen Anstieg um 1365 Fälle dar. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen mit insgesamt 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.270 12.625
Anzahl der aufgeklärten Fälle 6.473 7.478
Anzahl der Verdächtigen 8.073 9.103
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.238 8.213
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 835 890
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.590 4.163

Quelle: Bundeskriminalamt

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