Die Polizei führt Geschwindigkeitskontrollen durch, um Wildunfälle zu reduzieren. 93 Fahrer waren zu schnell, der schnellste wurde mit 109 km/h erwischt.
Coesfeld: Verkehrskontrollen auf B235

Coesfeld (ost)
An der B235 hat die Polizei am Mittwochmorgen (16.09.) in der Bauerschaft Tetekum Geschwindigkeitskontrollen zur Senkung von Wildunfällen durchgeführt.
1200 Fahrzeuge passierten bis zum Vormittag die Messanlage. 93 waren zu schnell, für 13 von ihnen gibt es eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Besonders eilig hatte es ein Autofahrer, der mit 109 km/h statt der erlaubten 70 km/h durch die Messstelle fuhr. Der Fahrer muss sich auf ein Bußgeld von 200 Euro, einen Punkt in der Verkehrssünderdatei und ein mögliches Fahrverbot einstellen.
Thomas Eder, ranghöchster Polizist im Kreis Coesfeld, setzt sich seit Jahren für die Senkung der Wildunfallzahlen ein. Dabei weist er auf den Faktor Geschwindigkeit hin, der den Unterschied machen kann: “Nur wer mit angemessener Geschwindigkeit fährt, hat eine Chance, einen Wildunfall zu vermeiden.” Dass Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit unterschätzen, zeigt das Ergebnis der aktuellen Messungen.
Kommt es auf der Straße zu einer Begegnung mit einem Wildtier, rät die Polizei nicht auszuweichen, sondern das Lenkrad fest zu halten und eine Notbremsung durchzuführen. Passiert ein Unfall mit Schalenwild, ist der Fahrer verpflichtet, die Polizei zu informieren. Dazu gehören Rehe, Hirsche und Wildschweine. Die Vorschrift dient dem Tierschutz. Die Polizei verständigt den zuständigen Jäger, der das Tier an der Unfallstelle von seinen Qualen erlöst oder dem geflüchteten Tier nachsetzt. Der Fahrzeugführer erhält am Unfallort eine Bescheinigung für die Versicherung.
Link zur Wildunfall-Karte von Kreis Coesfeld und Polizei: https://coesfeld.polizei.nrw/artikel/wildunfaelle-im-kreis-coesfeld
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Unfälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten betrug 450, die Schwerverletzten 11.172 und die Leichtverletzten 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








