Eine Seniorin aus Dabringhausen wurde von Betrügern um Goldschmuck im Wert von mehreren tausend Euro erleichtert. Die Täter gaben sich als Polizisten aus und setzten die Frau unter Druck.
Dabringhausen: Falsche Polizisten erbeuten Goldschmuck

Wermelskirchen (ost)
Am Dienstag (11.08.) wurde eine ältere Frau aus Dabringhausen von falschen Polizisten betrogen. Die Diebe stahlen Goldschmuck im Wert von mehreren tausend Euro.
Schon um 08:00 Uhr erhielt die Seniorin den ersten Anruf von einem Unbekannten, der vorgab, ein Polizist zu sein. Er versuchte sie zu überzeugen, dass sie in Gefahr sei und Opfer eines Verbrechens werden könnte. Die Frau aus Wermelskirchen beendete das Gespräch sofort.
Am Nachmittag rief ein angeblicher Polizist erneut an und setzte die Seniorin unter Druck. Er behauptete, dass in der Ringstraße, nicht weit von ihrem Zuhause entfernt, eine Frau angegriffen worden sei. Bei der Festnahme von zwei der vermeintlich vier Verdächtigen wurde eine Notiz mit der Adresse der Seniorin gefunden. Ein Kriminalbeamter sei bereits auf dem Weg zu ihr, um sie und ihre Wertsachen zu schützen.
Zwischen 16:30 Uhr und 17:00 Uhr klingelte schließlich ein unbekannter Mann an der Tür und gab sich als Kriminalbeamter aus. In dem Glauben, ihre Wertsachen zur Sicherheit an die Polizei zu übergeben, übergab die Seniorin dem Mann Goldschmuck im Wert von unter 10.000 Euro. Anschließend verließ der Abholer die Wohnung in unbekannte Richtung.
Der Mann wird als etwa 38 bis 40 Jahre alt, 1,80 m bis 1,90 m groß und sehr korpulent beschrieben. Er hatte nach hinten gekämmte, mittellange schwarze Haare, keinen Bart und trug schwarze Kleidung.
Die Polizei hat eine Anzeige erstattet und bittet Zeugen, die möglicherweise Informationen zu dem unbekannten Abholer haben, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg unter der Rufnummer 02202 205-0 zu melden.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche: Echte Polizisten werden Sie niemals auffordern, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu übergeben. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und geben Sie keine Auskunft über Ihre finanzielle Situation. Beenden Sie das Gespräch bei Zweifeln und wählen Sie selbst die 110. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung und informieren Sie Angehörige über verdächtige Anrufe.
Bei weiteren Fragen zu dieser oder ähnlichen Betrugsmaschen steht Ihnen unsere Kriminalprävention jederzeit beratend zur Seite. Sie erreichen das Fachkommissariat per E-Mail unter gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de oder unter der Rufnummer 02202 205-444. (ch)
Quelle: Presseportal








