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Detmold: Verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in Lippe

In der „Speed“-Kontrollwoche wurden 1.800 Fahrzeuge mit Geschwindigkeitsverstößen erfasst, darunter ein Kradfahrer mit 41 km/h zu viel.

Foto: unsplash

Lippe (ost)

Im Rahmen der bundesweiten ROADPOL-Kontrollwoche „Speed“ (13. – 19.04.2026) führte die lippische Polizei täglich Geschwindigkeitskontrollen im gesamten Kreisgebiet durch. Bei den verstärkten Messungen wirkten sowohl der Verkehrsdienst als auch die einzelnen Polizeiwachen mit.

Insgesamt wurden in der „Speed“-Kontrollwoche die Geschwindigkeiten von rund 9.500 Fahrzeugen in Lippe gemessen. Etwa 1.800 Fahrzeuge davon fuhren mit zu hohem Tempo und begingen Geschwindigkeitsverstöße. Zum Teil wurden Fahrzeuge, die zu schnell unterwegs waren, direkt vor Ort von den Einsatzkräften angehalten. Andere wiederum wurden lediglich vom „Blitzer“ überrascht und müssen in den nächsten Tagen mit unerfreulicher Post von der Polizei rechnen.

Erschreckendes Negativ-Beispiel: In der Richthofenstraße in Detmold kontrollierten die Einsatzkräfte am Freitagmorgen (17.04.2026) im Bereich von Schulen – hier gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Ein 76-jähriger Kradfahrer ignorierte diese Vorgabe und raste mit seiner Honda mit 74 km/h durch die Kontrollstelle. Somit war er nach Abzug der Toleranz ganze 41 km/h zu schnell unterwegs und stellte somit für zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie weitere Verkehrsteilnehmende in der Straße eine große Gefährdung dar.

„Die hohe Zahl der Verstöße zeigt deutlich, dass viele Verkehrsteilnehmende die Risiken von überhöhter Geschwindigkeit noch immer unterschätzen. Gerade vor Schulen und Kindergärten ist rücksichtsvolles und angepasstes Fahren unerlässlich, um Leben zu schützen“, betont die Direktionsleiterin Verkehr, Polizeirätin Julia Breitenstein.

Die Polizei appelliert: Bitte denken Sie auch in Zukunft daran sich an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf lippischen Straßen zu halten. Die Polizei wird weiterhin regelmäßig Messungen durchführen und vor den Gefahren durch zu schnelles Fahren warnen. Denn zu hohe Geschwindigkeiten sind im Straßenverkehr immer wieder Ursache für schwere Verkehrsunfälle mit Verletzten und teils sogar Toten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle entspricht. Die meisten Unfälle mit 556.792 Fällen (87,36%) waren Übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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