Ein 71-jähriger Mann wurde um Geld gebeten und beklaut, während eine Frau beim Einkaufen bestohlen wurde. Die Polizei warnt vor Taschendiebstählen und einem gestohlenen Auto.
Diebstähle in Menden und Hemer

Menden (ost)
Ein 71-jähriger Mann aus Menden wurde am Samstagmorgen gegen 9 Uhr an der Unteren Promenade gebeten, zwei Euro zu wechseln. Später stellte er fest, dass ein größerer Geldbetrag aus seiner Geldbörse fehlte. Offenbar hatte sich der Unbekannte unbemerkt bedient und Geldscheine aus der Börse des 71-Jährigen entnommen. Der Unbekannte wird auf etwa 60 Jahre geschätzt, sprach Deutsch mit starkem Akzent und trug ein kurzes Hemd und eine kurze Hose.
Auch an der Unteren Promenade wurde einer 77-jährigen Frau zwischen 9:25 und 10 Uhr die Geldbörse gestohlen. Sie wollte zu dieser Zeit in einem Discounter einkaufen. An der Kasse bemerkte sie, dass ihre Geldbörse fehlte, die sie in einem Beutel am Einkaufswagen hatte. Gegen 10 Uhr gab es einen weiteren Taschendiebstahl in einem Discounter an der Unteren Promenade: Eine 88-jährige Frau stellte an der Kasse fest, dass ihr Portemonnaie nicht mehr in ihrem Rollator war.
Weitere Taschendiebstähle ereigneten sich kurz darauf in Hemer. Die Polizei empfiehlt dringend, Wertsachen nah am Körper zu tragen – am besten in den Innentaschen von Jacken oder Mänteln. Die Täter wissen, dass Kunden ihre Geldbörsen gerne in den Einkaufswagen legen oder an den Haken hängen – mit oder ohne Korb oder Handtasche. Das Vertrauen in den heimischen Discounter „um die Ecke“ ist groß. Doch niemand hat seinen Einkaufswagen immer im Blick und die Diebe gehen äußerst geschickt vor. Die Täter müssen ihre Opfer nur lange genug beobachten, um dann im entscheidenden Moment schnell und geübt zuzugreifen. Die PIN darf keinesfalls zusammen mit der Bankkarte im Portemonnaie aufbewahrt werden.
Am Wanderparkplatz Am Obsthof wurde ein Auto gestohlen. Die Halterin hatte das Fahrzeug am 21. Mai dort abgestellt. Als sie am Freitagnachmittag zum Parkplatz zurückkehrte, war der blaue Dacia Sandero SD verschwunden. Die Polizei bittet um Hinweise unter Tel. 9199-0. (cris)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 37.321 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 39.519 waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle und Verdächtigen ebenfalls zunahm, blieb die Aufklärungsquote relativ niedrig. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Taschendiebstahlfälle mit 39.519.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








