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Dortmund: Bedrohung mit Baseballschläger nach Hausfriedensbruch

Ein 31-Jähriger wurde nach einem Streit mit einer Frau, bei dem er einen Baseballschläger bedrohlich einsetzte, von der Polizei festgenommen.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0206

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (08.03.) versuchte ein Mann in einem Gebäudekomplex im Stadtteil Mitte zu übernachten. Es kam zu einer Auseinandersetzung mit einer Bewohnerin, während der der Mann einen Schläger griff und die Frau bedrohte.

Um 1:50 Uhr wurden Einsatzkräfte zur Westerbleichstraße gerufen. Zeugen sahen, wie ein Mann mit einem Schläger eine Frau verfolgte. Als die Beamten kurz darauf eintrafen, bestätigte sich diese Aussage. Unter Vorhalt der Dienstwaffe und des Distanzelektroimpulsgerätes (DEIG) nahmen die Beamten den Mann, einen 31-jährigen Guineer ohne festen Wohnsitz, vorläufig fest.

Nach ersten Erkenntnissen verschaffte sich der 31-Jährige kurz zuvor Zugang zum Flur eines Gebäudekomplexes in der Kurfürstenstraße, um dort zu übernachten. Eine 42-jährige Bewohnerin bemerkte den ungebetenen Gast und wollte ihn des Gebäudes verweisen. Sie hielt einen Schläger zur Selbstverteidigung bereit, wie sie angab.

Der 31-Jährige und die 42-Jährige gerieten in einen verbalen Streit, verließen das Gebäude und setzten den Streit fort. Als die Frau den Schläger beiseite legte, griff der Mann plötzlich danach und bedrohte die Dortmunderin. Anschließend folgte er ihr bis zur Westerbleichstraße.

Die Beamten führten eine Gefährderansprache bei dem 31-Jährigen durch und sprachen dann einen Platzverweis aus. Der Mann wird nun wegen Bedrohung und Hausfriedensbruch strafrechtlich verfolgt. Der Schläger wurde von den Beamten sichergestellt.

Die Polizei Dortmund appelliert, bei verdächtigen Feststellungen den Notruf 110 zu wählen. Das Tragen einer Waffe zur Selbstverteidigung wird grundsätzlich nicht empfohlen – wie in diesem Einsatz besteht immer die Gefahr, von einem Täter entwaffnet zu werden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die meisten davon männlich waren. Besonders auffällig ist die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen, die von 206 auf 310 anstieg. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die die höchsten Mordfälle verzeichneten, war Nordrhein-Westfalen mit 470 Fällen im Jahr 2023 stark betroffen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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