Ein 27-jähriger Dortmunder verursachte einen Unfall, flüchtete, wurde gestoppt und festgenommen. Er stand unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln und besitzt keine Fahrerlaubnis.
Dortmund: Flucht nach Unfall mit Lachgas und ohne Führerschein

Dortmund (ost)
Laufende Nummer: 1108
Am Abend des Montags (29. Dezember) ereignete sich im östlichen Teil von Dortmund ein Verkehrsunfall, der in einer kurzen Verfolgungsjagd und der Festnahme eines 27-jährigen Dortmunders endete. Der Mann stand vermutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und besaß keine Fahrerlaubnis.
Um 21:00 Uhr meldeten Zeugen einen Verkehrsunfall auf der Straße Am Gottesacker. Nach ersten Informationen fuhr ein 27-jähriger Dortmunder in nördliche Richtung auf der Straße. In der Nähe der Hausnummer 64 kam er aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, überquerte die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen einen Baum. Anstatt den Pflichten eines Unfallbeteiligten nachzukommen, entfernte sich der Fahrer sofort vom Unfallort.
Die eingesetzten Polizeibeamten konnten das flüchtige Fahrzeug kurz darauf an der Einmündung Wieckesweg / Hedingsmorgen sehen. Um die Weiterfahrt zu verhindern, positionierten die Beamten den Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn unmittelbar vor dem Auto. Als die Polizisten zum Fahrzeug gingen und an die Fensterscheibe klopften, setzte der Fahrer plötzlich zurück und beschleunigte in südlicher Richtung. Die Flucht dauerte jedoch nur kurz an: Aufgrund einer geschlossenen Schranke am dortigen Bahnübergang musste der Dortmunder sein bereits stark beschädigtes Fahrzeug stoppen. Dort konnten die Beamten den Mann schließlich festnehmen.
Bei der anschließenden Kontrolle gab es deutliche Anzeichen für einen berauschten Zustand des Fahrers. Im Innenraum des Autos fanden die Beamten außerdem eine offensichtlich frisch benutzte und geöffnete Lachgasflasche. Bei weiteren Ermittlungen auf der Wache stellte sich heraus, dass der 27-jährige Verdächtige vermutlich keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Dem Dortmunder wurde eine Blutprobe entnommen. Ihn erwartet nun ein umfangreiches Strafverfahren, unter anderem wegen des unerlaubten Verlassens des Unfallorts, der Gefährdung des Straßenverkehrs und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die Ermittlungen dauern an.
Das Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln – sei es Alkohol, Betäubungsmittel oder Substanzen wie Lachgas – birgt ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Insbesondere der Konsum von Lachgas (Distickstoffmonoxid) am Steuer ist lebensgefährlich, da er sofort zu Schwindel, Desorientierung und einem Tunnelblick führt. Auch wenn die Wirkung oft nur kurz ist, ist die Fahrtüchtigkeit währenddessen vollständig aufgehoben. Wer berauscht am Straßenverkehr teilnimmt, gefährdet nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das anderer Unbeteiligter. Neben den schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken drohen drastische rechtliche Konsequenzen, die von hohen Geldstrafen über den dauerhaften Entzug der Fahrerlaubnis bis hin zu Freiheitsstrafen reichen. Bitte übernehmen Sie Verantwortung: Setzen Sie sich niemals unter dem Einfluss von Rauschmitteln ans Steuer und verhindern Sie aktiv, dass berauschte Personen ein Fahrzeug besteigen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023 gestiegen ist, blieb die Anzahl der Verdächtigen mit 57.879 relativ konstant. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die die höchsten Fallzahlen von Drogenkriminalität verzeichneten, lag Nordrhein-Westfalen dennoch leicht darunter.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon entfallen 63.250 Unfälle auf Personenschäden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 3.764 Fälle, was 0,59% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% entspricht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 450, Schwerverletzte 11.172 und Leichtverletzte 68.000.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








