Jugendlicher verunfallt bei rasanter E-Scooter-Flucht mit 70 km/h
Dortmund: Flucht vor Verkehrskontrolle am Phoenix-See

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0763
Am Abend des Montags (14. September) flüchteten mehrere junge Leute im Gebiet des Phoenix-Sees mit ihren E-Scootern vor einer Polizeikontrolle. Ein 14-Jähriger verunglückte bei seiner schnellen Flucht mit seinem vermutlich manipulierten E-Scooter und verletzte sich dabei leicht.
Um 21:00 Uhr beabsichtigte eine Streifenwagenbesatzung im Rahmen gezielter Verkehrsüberwachung auf dem Rundweg des Phoenix-Sees, eine Gruppe von E-Scooter-Fahrern zu überprüfen. Als die Personen den Streifenwagen bemerkten, zogen sie teilweise Kapuzen über ihre Köpfe, beschleunigten und versuchten zu fliehen.
Die Einsatzkräfte nahmen mit Blaulicht und Martinshorn kurzzeitig die Verfolgung auf. Einer der Fahrer – ein 14-jähriger Dortmunder auf einem E-Scooter – beschleunigte den E-Scooter auf teilweise über 70 km/h. In der Gegend der Straße “An den Emscherauen” verlor er ohne äußere Einwirkung die Kontrolle und prallte frontal gegen eine niedrige Begrenzungsmauer.
Der Dortmunder trug keinen Helm und erlitt eine Platzwunde im Gesicht. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde er in Begleitung seines informierten Vaters mit einem Krankenwagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, aus dem er noch in derselben Nacht entlassen wurde. Danach wurde er in die Obhut des Erziehungsberechtigten übergeben.
Der Sichtkontakt zu den anderen drei Begleitern ging in der Zwischenzeit verloren. Unbeteiligte Personen wurden zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Nach ersten Aussagen und Erkenntnissen vor Ort besteht der Verdacht einer technischen Manipulation. Die Beamten stellten den E-Scooter zur Erstellung eines technischen Gutachtens sicher. Außerdem hatte das Elektrokleinstfahrzeug keine Versicherungsdeckung.
Gegen den Jugendlichen wurden entsprechende Ermittlungs- und Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon entfallen 63.250 (9,92%) auf Unfälle mit Personenschaden. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 13.559 (2,13%) aus, während Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel bei 3.764 (0,59%) liegen. Der Großteil der Unfälle, nämlich 556.792 (87,36%), sind übrige Sachschadensunfälle. Bezogen auf die Ortslage, ereigneten sich 55.296 (8,68%) innerorts, 17.437 (2,74%) außerorts (ohne Autobahnen) und 6.889 (1,08%) auf Autobahnen. Die Anzahl der Getöteten beläuft sich auf 450, während 11.172 als Schwerverletzte und 68.000 als Leichtverletzte registriert wurden.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








