Am frühen Mittwochmorgen wurde ein Mann festgenommen, der hochwertige Werkzeuge gestohlen hatte. Der 37-jährige Iraner sitzt nun in Untersuchungshaft.
Dortmund: Gestohlene Werkzeuge, vom Theaterkarree in die JVA

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0623
Früh am Mittwochmorgen (29.07.) wurde ein Mann von zivilen Einsatzkräften festgenommen, weil er hochwertige Werkzeuge aus einem geparkten Auto gestohlen hatte. Der Verdächtige befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Um gegen Straßenkriminalität vorzugehen, hielten sich zivile Polizeibeamte im Bereich des Stadtgartens auf. Gegen 2:25 Uhr fiel ihnen ein Mann auf, der mehrmals auffällig umherschaute. Er ging in die Straße “Theaterkarree”, wo er Interesse an den geparkten Autos zu haben schien.
Einige Zeit später gelang es dem Mann, die Türen und den Kofferraum eines offensichtlich unverschlossenen VW Passat zu öffnen. Danach nahm er mehrere Gegenstände aus dem Auto und stellte sie auf dem Gehweg ab. Die Einsatzkräfte identifizierten sich daraufhin als Polizisten, was den Mann dazu veranlasste, kurz zu flüchten.
An der Kreuzung Kuhstraße / Hansastraße blieb der Mann plötzlich stehen, drehte sich um und zog ein Pfefferspray aus seiner Jackentasche. Er richtete es auf die Beamten. Die Einsatzkräfte schafften es, den Mann zu überwältigen und vorläufig festzunehmen. Dabei leistete er Widerstand.
Der Verdächtige ist ein 37-jähriger Iraner ohne festen Wohnsitz. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten vier Konsumeinheiten Kokain. Die Drogen und das Pfefferspray wurden von den Beamten sichergestellt, ebenso wie das gestohlene Diebesgut (darunter hochwertige Werkzeuge) zur Eigentumssicherung.
Der 37-Jährige steht nun vor mehreren Strafverfahren: Die Beamten haben Anzeigen wegen schweren räuberischen Diebstahls, Diebstahls mit Waffen, tätlichen Angriffs und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstellt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund wurde der Iraner dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 37-Jährigen.
Die Polizei warnt: Ihr Auto ist kein Safe!
Nicht nur, dass Sie nach einem Diebstahl über den Verlust von Gegenständen verärgert sind, es können auch Reparaturen am Auto und Behördengänge wegen gestohlener Dokumente anfallen.
Um das Risiko eines Autoaufbruchs zu verringern und Einbrüche zu verhindern, gibt die Polizei Dortmund nun Ratschläge, die Sie vor solchen Taten schützen sollen:
Auch die Wahl Ihres Parkplatzes kann entscheidend für einen Autoaufbruch sein. Achten Sie darauf, Ihr Auto sicher zu parken und immer zu verschließen. Folgende Punkte sollten Sie beachten:
Bewahren Sie Ihren Autoschlüssel immer sicher auf! Nichts erleichtert Dieben den Zugang zu Ihrem Auto mehr als Ihr Schlüssel. Beachten Sie daher auch folgende Hinweise:
Wenn es zu einem Diebstahl aus Ihrem Auto gekommen ist, nehmen Sie keine Veränderungen am Fahrzeug vor und informieren Sie unbedingt die Polizei über den Notruf 110. Nur wenn die Polizei von einem Verbrechen erfährt, können weitere Maßnahmen ergriffen werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Autodiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Autodiebstahlraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 5864 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6674 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1617 auf 1731. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 1815 auf 1888, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 1672 auf 1743 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 143 auf 145 anstieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 799 auf 826. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die meisten gemeldeten Autodiebstähle in Deutschland mit 7781 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 5.864 | 6.674 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.617 | 1.731 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.815 | 1.888 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.672 | 1.743 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 143 | 145 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 799 | 826 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 im Jahr 2022 auf 65532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 56367 auf 57879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49610 auf 51099 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 6757 auf 6780 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 im Jahr 2022 auf 18722 im Jahr 2023. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








