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Dortmund: Gewalttätige Jugendliche gestoppt

Polizei stoppt gewalttätige Jugendliche wegen gefährlicher Körperverletzung. Ermittlungen zu den Hintergründen und Zusammenhängen dauern an.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0459

Früh am Samstagmorgen (06.06.2026) erhielt die Polizei gegen Mitternacht zwölf den Hinweis auf eine Gruppe von etwa zehn männlichen Jugendlichen an der Stadtbahnhaltestelle „Knappschaftskrankenhaus“ am Brackeler Hellweg. Die Gruppe soll dort andere Personen belästigt haben. Außerdem soll ein Beteiligter ein Messer gezeigt haben, ohne konkrete Drohungen auszusprechen.

Vor Ort erhielten die Polizisten Hinweise auf eine gefährliche Körperverletzung. Nach bisherigen Informationen griff die Gruppe gemeinsam zwei Dortmunder im Alter von 20 und 21 Jahren an. Dabei sollen die Verdächtigen Pfefferspray benutzt und die Opfer mit Schlägen und Tritten attackiert haben. Einer der Männer wurde auf das Gleisbett gestoßen und dort zusätzlich mit einem Gürtel geschlagen.

Die beiden Dortmunder erlitten leichte Verletzungen.

Nach der Tat flüchtete der Großteil der Gruppe vom Tatort.

Etwa eine Stunde später wurde die Polizei zu einem weiteren Vorfall in der Straße „Am Westheck“ gerufen. Dort soll es nach bisherigen Informationen zu einer Bedrohung mit einem Messer gekommen sein. Bei diesem Einsatz trafen die Beamten auf mehrere Personen, die möglicherweise mit der zuvor geflüchteten Gruppe in Verbindung stehen.

Durch die Ermittlungen und die Fahndungsmaßnahmen in Bezug auf beide Vorfälle konnten insgesamt neun Verdächtige im Alter von 17 bis 28 Jahren identifiziert werden. Gegen einige Personen verhängten die Beamten Gewahrsamsmaßnahmen.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um Personen mit deutscher, syrischer, niederländischer oder spanischer Staatsangehörigkeit.

Die speziellen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft waren nicht gegeben.

Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung ein.

Die Untersuchungen zu den Hintergründen der Tat, den individuellen Tatbeiträgen sowie möglichen Zusammenhängen zwischen den beiden Vorfällen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 458 auf 596 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 60 auf 75 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 auf 310. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Mordfälle in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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