Die Polizei Dortmund setzte Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung von Kriminalität fort, stellte Drogen sicher und nahm Personen mit offenen Haftbefehlen fest.
Dortmund: Präsenz und Sicherheit durch Kontrollmaßnahmen

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0867
Die Polizei Dortmund setzte ihre Maßnahmen zur Bekämpfung von Straßen- und Gewaltkriminalität auch vom 8. bis 14. Oktober fort. Einsatzkräfte führten Kontrollen von Personen und Fahrzeugen in verschiedenen Stadtteilen, einschließlich der Innenstadt und Nordstadt, durch. Sie beschlagnahmten Drogen, vermeintliches Diebesgut und gefährliche Gegenstände und trafen auf mehrere Personen mit offenen Haftbefehlen. Dabei waren die Beamten sowohl in Uniform als auch in zivil gekleidet. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Straftaten zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Die Bereitschaftspolizei NRW unterstützte die Dortmunder Polizei erneut.
Am Donnerstag, den 8. Oktober, wurde ein Verdächtiger nach einem mutmaßlichen Kokainhandel von Polizeibeamten festgenommen. Der Mann leistete Widerstand und wurde in Gewahrsam genommen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, und ein gestohlenes Fahrrad, das er bei sich hatte, wurde sichergestellt. Im Dietrich-Keuning-Park wurde ein Versteck mit sechs Einheiten Cannabis entdeckt. Die Drogen wurden beschlagnahmt, und es wurde Anzeige wegen des Verdachts auf Drogenhandel erstattet. Bei einer Verkehrskontrolle am Wall wurde eine Person mit zwei offenen Haftbefehlen festgenommen. Die Person zahlte die ausstehenden Beträge und entging einer Inhaftierung.
Auch in Huckarde, Eving, Mengede und Lütgendortmund war die Polizei präsent. An der Werner Straße wurden sieben Personen kontrolliert. Ein 19-Jähriger verweigerte die Angabe seiner Personalien und leistete Widerstand bei der Durchsuchung. Ein 26-jähriger Mann aus der Gruppe wurde aufgrund eines Haftbefehls festgenommen. In Bövinghausen wurde vermutetes Amphetamin beschlagnahmt. In Eving wurde ein E-Scooter ohne Versicherungskennzeichen entdeckt. In beiden Fällen wurden Verfahren eingeleitet.
Am Wochenende setzten die Einsatzkräfte ihre Kontrollen in der Innenstadt und Nordstadt fort. Am Samstag wurden insgesamt 158 Personen kontrolliert und Platzverweise erteilt. Bei einem Einsatz wegen einer Schlägerei in einer Diskothek in der Hansastraße überprüften die Beamten eine Person mit offenem Haftbefehl. Die Person zahlte den ausstehenden Betrag vor Ort und entging einer Inhaftierung. Zudem wurde ein mitgeführtes Reizstoffsprühgerät sichergestellt.
Am Montag, den 12. Oktober, kontrollierten Polizeibeamte einen 48-jährigen Obdachlosen. Bei der Durchsuchung fanden sie vier Tablettenblister eines Beruhigungsmittels, einen dreistelligen Geldbetrag und ein neues Paar Turnschuhe mit Preisetikett. Der Mann konnte keine plausible Herkunft des Geldes nachweisen. Die Turnschuhe und die Tabletten wurden beschlagnahmt. Strafverfahren wegen Hehlerei und Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz wurden eingeleitet.
Gegen 16:00 Uhr wurde an der Hoher Wall-Straße im Rahmen gezielter Personenkontrollen ein 29-jähriger Obdachloser angetroffen, der ein Messertrageverbot hatte. Neben einem Multifunktionswerkzeug führte er Messer, Pfefferspray und zwei Handys mit sich. Eines der Handys stammte aus einem Diebstahl. Die Beamten stellten das gestohlene Telefon, das Messer und das Pfefferspray sicher und leiteten Strafverfahren ein.
Bei einer Fahrzeugkontrolle an der Bornstraße / Ecke Bergstraße wurde ein Beifahrer festgenommen, gegen den ein Abschiebungshaftbefehl vorlag. An der Borsigstraße wurde ein Strafverfahren gegen einen 35-jährigen Autofahrer wegen des Verdachts des Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis eingeleitet. Am Dienstag beobachteten Einsatzkräfte einen mutmaßlichen Drogenhandel. Sie stellten zwei Konsumeinheiten mit mutmaßlich Crack und Bargeld sicher. Bei einer anderen Person fanden sie neue, hochwertige Schuhe. Die Schuhe wurden aufgrund des Verdachts der Hehlerei sichergestellt, und es wurde Anzeige erstattet. Gezielte Verkehrskontrollen führten zu einem Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis an der Bornstraße und wegen des Verdachts auf Fahren unter Drogeneinfluss. Ein kontrollierter E-Scooter-Fahrer fiel auf, weil das Kennzeichen gefälscht war. Eine Sicherstellung und die Einleitung eines Strafverfahrens erfolgten.
Am Mittwoch, den 14. Oktober, wurde ein weiterer E-Scooter-Fahrer auf dem Westenhellweg von Beamten angehalten. Bei der Kontrolle ergaben sich Hinweise auf Drogenkonsum. Der Fahrer wurde zur Blutentnahme auf eine Polizeiwache gebracht und ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Im Dietrich-Keuning-Park wurde eine Person mit offenem Haftbefehl überprüft. Da die Person den ausstehenden Betrag nicht zahlte, wurde sie inhaftiert.
In anderen Stadtgebieten zeigten uniformierte und zivile Kräfte ebenfalls Präsenz. Die Polizei berücksichtigt regelmäßig Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung bei der Einsatzplanung. Auf diese Weise können verstärkt Kontrollen durchgeführt werden, wo ein erhöhter polizeilicher Handlungsbedarf besteht.
Seit dem 8. Oktober haben die Einsatzkräfte im Rahmen der Präsenzkonzeption “Fokus” und der Bekämpfung von Straßen- und Gewaltkriminalität in verschiedenen Stadtgebieten über fünf Dutzend Platzverweise ausgesprochen und mehr als 35 Strafanzeigen erstellt. Es kam zu mehreren Festnahmen und über zehn Sicherstellungen. Über 70 Personen wurden im Rahmen der Messergewaltbekämpfung kontrolliert. Acht Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden erstellt, und es erfolgten mehrere Sicherstellungen. Darüber hinaus wurden über 250 Bürgergespräche geführt.
Die Polizei Dortmund wird auch in Zukunft die Präsenzkonzeption “Fokus” und die “Bekämpfung der Straßen- und Gewaltkriminalität” in weiteren Stadtteilen konsequent fortsetzen – für mehr Präsenz und mehr Sicherheit.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der registrierten Fälle zunahm, konnten nur 63.352 Fälle im Jahr 2023 gelöst werden, im Vergleich zu 63.352 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen stieg ebenfalls von 56.367 im Jahr 2022 auf 57.879 im Jahr 2023. Nordrhein-Westfalen bleibt weiterhin die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








