Aufmerksamer Zeuge führt zur Festnahme von Kupferdieben nach Hinweis an Polizei. Verdächtige Personen beladenen Pkw mit gestohlenem Kupferkabel festgenommen.
Dortmund: Schwerer Bandendiebstahl am Freibad Stockheide

Dortmund (ost)
Fortlaufende Nummer: 0774
Früh am Donnerstagmorgen (17. September 2026) konnten Beamte der Polizei Dortmund dank einer Zeugenaussage drei Verdächtige im Bereich des Freibads Stockheide vorläufig festnehmen.
Ein aufmerksamer Bürger hatte gegen 04:27 Uhr zwei verdächtige Individuen an der Baustelle des Freibads an der Brackeler Straße beobachtet und dies der Polizei gemeldet. Die Verdächtigen sollen Kupferkabel über den Bauzaun geworfen haben, um sie dann zu stehlen. Obwohl die ersten eintreffenden Beamten keine Personen vor Ort antrafen und die Suche mit einem Diensthund erfolglos verlief, führten parallel durchgeführte Fahndungsmaßnahmen schnell zum Erfolg.
In unmittelbarer Nähe der Baustelle entdeckten die Einsatzkräfte ein Fahrzeug, das voller Kupferkabel war. An Bord des Fahrzeugs und auf dem Fahrersitz wurden drei Verdächtige festgenommen. Es handelt sich um eine 25-jährige Frau aus Dortmund sowie zwei Männer im Alter von 18 und 21 Jahren ohne festen Wohnsitz.
Um ihre Identität festzustellen, wurden die drei Personen zur Polizeiwache Nord gebracht. Dort gestand die 25-Jährige ihre Beteiligung an der Tat und gab zu, das Fahrzeug ohne gültigen Führerschein und unter Drogeneinfluss gefahren zu haben. Ein Polizeiarzt entnahm ihr daraufhin eine Blutprobe.
Bei einem der männlichen Verdächtigen fanden die Beamten einen Rucksack mit Einbruchswerkzeug. Darin wurden auch vermeintliche Drogen gefunden. Die Einsatzkräfte stellten das gestohlene Gut von etwa 300 Kilogramm Kupferkabel, das Tatfahrzeug, den Rucksack und die Mobiltelefone der drei Verdächtigen sicher. Die Frau und die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt.
Nach den bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Gruppe zusammen mit einer weiteren namentlich bekannten Person seit Jahren Kupferkabel von verschiedenen Baustellen in Dortmund gestohlen und an einen Schrotthändler verkauft hat.
Die Beamten leiteten mehrere Strafverfahren ein, darunter wegen schweren Bandendiebstahls, Fahrens ohne Führerschein, Fahrens unter Drogeneinfluss und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Gegen den Halter des Fahrzeugs wurde auch eine Anzeige wegen Zulassung des Fahrens ohne Führerschein erstattet.
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Prüfung möglicher Haftgründe läuft noch.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56367 auf 57879, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 51099 weiterhin höher war als der Anteil der weiblichen Verdächtigen mit 6780. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 16655 auf 18722. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hat Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








