Am Freitag, 6. November, kontrollierte die Polizei zwischen 10:00 und 14:00 Uhr wegen zunehmender Fälle. Eine 39-jährige Verkäuferin leistete Widerstand und wurde zur Wache gebracht.
Dortmund: Sondereinsatz gegen Taschendiebstahl auf dem Nordmarkt

Dortmund (ost)
Laufende Nummer: 0938
Heute, am Freitag (6. November), waren Einsatzkräfte des Schwerpunktdienstes von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr bei einem gezielten Sondereinsatz auf dem Wochenmarkt am Dortmunder Nordmarkt im Einsatz. Grund dafür war eine zuvor festgestellte Zunahme von Taschendiebstählen in diesem Bereich. Mit verstärkter Polizeipräsenz und gezielten Kontrollen sollten Straftaten frühzeitig erkannt und konsequent verfolgt werden.
Um etwa 10:30 Uhr wendeten sich zivile Beamtinnen und Beamte an eine 39-jährige Frau, die ihnen Apple AirPods zu einem ungewöhnlich niedrigen Preis anbot. Nachdem sich die Polizisten zu erkennen gegeben hatten, senkte die Verkäuferin zunächst den Preis und sagte schließlich, sie wolle den Beamten die Kopfhörer unentgeltlich überlassen. Die Einsatzkräfte gingen auf das Angebot nicht ein und eröffneten ein entsprechendes Strafverfahren.
Im weiteren Verlauf widersetzte sich die 39-Jährige den polizeilichen Maßnahmen erheblich. Die Einsatzkräfte brachten sie zur Polizeiwache, stellten ihre Personalien fest und führten erkennungsdienstliche Maßnahmen durch. Weil die besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft nicht gegeben waren, verließ die Frau die Wache nach Abschluss sämtlicher polizeilicher Maßnahmen wieder.
Gegen 11:30 Uhr bemerkten die Einsatzkräfte einen Verkaufsstand, an dem Kleidungsstücke vermeintlicher Luxusmarken zu niedrigen Stückpreisen angeboten wurden. Bei einer Überprüfung fanden sich deutliche Hinweise, dass es sich um Fälschungen handelte.
Die Beamten stoppten den weiteren Verkauf und schlossen den Stand. Sie stellten etwa 1.000 bis 1.200 vermutlich gefälschte Kleidungsstücke sicher. Gegen den 44-jährigen Standinhaber leiteten sie ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Kennzeichen- und Markenrechtsverletzung ein. Nachdem die Maßnahmen vor Ort beendet waren, wurde der Mann entlassen.
Auch künftig will die Dortmunder Polizei im Bereich des Nordmarktes Schwerpunktkontrollen vornehmen, um die Sicherheit der Marktbesucher zu gewährleisten und Kriminalität konsequent zu bekämpfen.
Die wichtigsten Hinweise zum Verhalten und zum Schutz
Rufen Sie im Ernstfall oder wenn Sie einen Diebstahl beobachten, sofort den Notruf 110 an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der registrierten Taschendiebstähle von 37.321 im Jahr 2022 auf 39.519 im Jahr 2023, ein Anstieg um rund 5,9 Prozent. Damit verzeichnete Nordrhein-Westfalen 2023 im Vergleich der Bundesländer die meisten Fälle. Die Zahl der aufgeklärten Fälle erhöhte sich von 1.980 auf 2.725. Zugleich stieg die Zahl der Tatverdächtigen von 1.633 auf 1.897: Darunter waren 2022 insgesamt 1.175 Männer und 458 Frauen, 2023 waren es 1.442 Männer und 455 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen nahm von 1.284 auf 1.520 zu.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 37.321 | 39.519 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.980 | 2.725 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.633 | 1.897 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.175 | 1.442 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 458 | 455 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.284 | 1.520 |
Quelle: Bundeskriminalamt








