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Dortmund: Spezialeinsatzkräfte nehmen Mann nach Einbruch und Raub fest

Am Donnerstagabend brach ein Mann in ein Mehrfamilienhaus ein und verschanzte sich in seiner Wohnung. Spezialeinsatzkräfte nahmen ihn fest und stellten zahlreiche Waffen sicher.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0303

Am Donnerstagabend (09.04.) drang ein Mann zunächst in ein Gebäude mit mehreren Wohnungen ein und verschanzte sich anschließend in seiner Wohnung. Spezialeinsatzkräfte nahmen ihn schließlich fest.

Um 18 Uhr kehrte ein 45-jähriger Mann aus Dortmund vom Einkaufen in seine Wohnung in der Fritz-Reuter-Straße zurück. Dort begegnete er einem Mann, der ein Fahrrad schob, das der 45-Jährige als sein eigenes erkannte. Er folgte dem Mann und sprach ihn an.

Die beiden Männer gerieten zunächst in einen verbalen Streit. Während des Streits zog der Verdächtige eine Waffe und feuerte zwei Schüsse auf den Dortmunder ab. Danach flüchtete der Mann und ließ das Fahrrad zurück. Als der unverletzte Dortmunder zu seiner Wohnung zurückkehrte, stellte er fest, dass die Tür aufgebrochen und Gegenstände gestohlen worden waren.

Die Einsatzkräfte trafen den Verdächtigen kurz darauf vor einem Mehrfamilienhaus in der Schillerstraße an. Als er die Beamten sah, flüchtete er in seine Wohnung, verriegelte die Tür und bedrohte die Einsatzkräfte. Später versuchte der Mann, Feuer in seiner Wohnung zu legen – zum Glück erfolglos.

Die Beamten sperrten den Bereich großräumig ab. Mehrere Versuche, Kontakt mit dem Mann aufzunehmen, scheiterten. Spezialeinsatzkräfte drangen schließlich gewaltsam in die Wohnung ein und nahmen den 33-jährigen Dortmunder unter Androhung von Schusswaffen und mithilfe eines Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) fest.

Bei der Festnahme wurde der 33-Jährige leicht verletzt. Ein freiwilliger Atemalkoholtest war negativ, aber ein anschließender Drogentest war positiv auf Amphetamine und THC. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten eine Vielzahl von Waffen: darunter mehrere PTB-Waffen, eine Machete und einen Teleskopschlagstock.

Die Polizei erstattete zahlreiche Anzeigen gegen den 33-Jährigen – unter anderem wegen räuberischem Diebstahl, Einbruch am Tage, Bedrohung, schwerer Brandstiftung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Die Ermittlungen dauern an. Der Mann soll im Laufe des Tages einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 23.528 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 27.061 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3.385 auf 3.616. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 2.789 auf 3.069 zurück. Davon waren 2.344 männliche Verdächtige und 455 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1.196 auf 1.451. Im Vergleich zu der Region in Deutschland mit den meisten Einbruchsfällen im Jahr 2023 – 27.061 – liegt Nordrhein-Westfalen damit immer noch unter dem Durchschnitt.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 23.528 27.061
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.385 3.616
Anzahl der Verdächtigen 2.789 3.069
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.344 2.614
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 445 455
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.196 1.451

Quelle: Bundeskriminalamt

Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478 an. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103 an, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 gab es 8213 männliche Verdächtige und 890 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 3590 auf 4163 an. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die die höchste Anzahl an Raubüberfällen verzeichneten, war Nordrhein-Westfalen mit 12625 Fällen im Jahr 2023 stark betroffen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.270 12.625
Anzahl der aufgeklärten Fälle 6.473 7.478
Anzahl der Verdächtigen 8.073 9.103
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.238 8.213
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 835 890
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.590 4.163

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 518 auf 671, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Jahr 2023 gab es 596 männliche Verdächtige im Vergleich zu 60 weiblichen Verdächtigen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 auf 310. Trotz des Anstiegs in Nordrhein-Westfalen war die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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