Nach erfolgreicher Dienstzeit verabschiedet sich der 45 Kilogramm schwere Rüde in den wohlverdienten Ruhestand nach zahlreichen erfolgreichen Einsätzen.
Dortmund: Verdienter Ruhestand für Diensthund Wahkan

Hagen (ost)
Seit Mai 2020 hat unser Hagener Diensthund Wahkan zuverlässig für uns gearbeitet. Ende April war es Zeit, sich vom aktiven Dienst zu verabschieden: Der 45 Kilogramm schwere Hund tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Mit seiner Hundeführerin bildete er über die Jahre hinweg ein gut eingespieltes und vertrauensvolles Team.
Der beeindruckende Deutsche Schäferhund hat mit seiner feinen Nase, seinem Arbeitswillen und seiner Ausdauer überzeugt. Ob bei der Suche nach Personen oder beim Auffinden von Gegenständen – Wahkan war immer konzentriert und engagiert dabei. Als Personensuchhund ging Wahkan seiner Arbeit stets gewissenhaft nach und konnte unter anderem Menschen in hilfloser Lage finden. Er half auch bei zahlreichen Einsätzen, tatverdächtige Personen aufzuspüren. So entdeckte er beispielsweise im April 2023 einen 14-Jährigen, der sich nach dem Diebstahl eines Rollers in einem Bach vor der Polizei versteckte. Der Jugendliche war zunächst erfolgreich vor den Einsatzkräften geflohen. Wahkan verfolgte seine Spuren und führte seine Hundeführerin schließlich zu einem Bach in der Nähe einer Schule. Dort lag der 14-Jährige im Wasser versteckt und mit Pflanzen bedeckt.
Besonders in Erinnerung bleibt auch ein Einsatz in Dortmund: Dort half Wahkan zusammen mit seiner Hundeführerin den örtlichen Kollegen bei der Suche nach einem Beweismittel. Trotz eines großen Suchgebiets ließ er sich nicht beirren, zeigte schließlich einen Bereich an, in dem das Beweismittel gut versteckt und schwer erkennbar lag – und blieb hartnäckig. Denn als seine Hundeführerin Wahkan weiterführen wollte, zeigte er weiterhin entschlossen auf die Stelle – genau diese Beharrlichkeit führte zum Erfolg! Das Beweismittel wurde schließlich gefunden und gesichert.
Nicht nur seine Fähigkeiten machten Wahkan zu einem zuverlässigen Partner. Auch sein imposantes Erscheinungsbild sorgte bei Einsätzen für Respekt. Bei einem Brand an der Altenhagener Brücke, bei dem über 150 Schaulustige die Arbeit der Einsatzkräfte behinderten, trug Wahkan allein durch seine Anwesenheit dazu bei, die Situation schnell zu beruhigen und den Einsatzkräften den nötigen Raum zu geben.
Neben vielen Einsätzen in der Region war Wahkan auch überregional unterwegs – unter anderem beim G7-Gipfel in Elmau und in Lützerath.
Seine Hundeführerin beschreibt ihn als loyal, aufmerksam, hochkonzentriert und sehr selbstbewusst. Eigenschaften, die ihn im Dienst ausgezeichnet haben – und die ihn auch im Alltag zu einem besonderen Begleiter machen. Und typisch Schäferhund: Wenn Wahkan sich bemerkbar macht, dann hört man ihn nicht übersehen.
Der Name „Wahkan“ stammt übrigens aus dem Indianischen und bedeutet „heilig“ oder „kraftvoll“ – ein passender Name für ihn. Der 2017 geborene Hund lebt seit 2019 bei seiner Hundeführerin, die mittlerweile auch die Diensthündin Pixel an ihrer Seite hat. Pixel übernimmt nun die Aufgaben im Dienst und tritt in die großen Fußstapfen ihres „Bruders“.
Für Wahkan beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt: etwas ruhiger, aber sicherlich nicht weniger schön. Er bleibt natürlich bei seiner Hundeführerin und genießt seine Zeit – gerne entspannt in der Sonne. Den aktiven Dienst überlässt er nun seiner Nachfolgerin. Und wenn er doch einmal an seine Karriere als Polizeihund zurückdenkt, wird er Pixel sicherlich noch den ein oder anderen Ratschlag geben können! (arn)
Quelle: Presseportal








