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Dortmund: Verkehrskontrolle A45

Die Polizei Dortmund führte eine Kontrolle im Ferienreiseverkehr durch. Es gab Geschwindigkeitsverstöße und gravierende Verstöße im Fahrpersonalrecht.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Laufende Nummer: 0656

Am Samstagmorgen (8. August) errichtete die Polizei Dortmund auf dem Parkplatz Baberg an der A 45 in Richtung Frankfurt eine Kontrollstelle im Ferienverkehr. Insgesamt wurden 40 Fahrzeuge und 45 Personen überprüft. Die meisten waren sicher und verkehrsgerecht unterwegs. Bei Beanstandungen wurden 18 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 12 Verwarnungen ausgesprochen.

Besonders auffällig waren einige Geschwindigkeitsüberschreitungen: Ein Kontrollteam hat insgesamt zwölf zu schnelle Fahrzeuge gemessen, vier davon so deutlich, dass ein Fahrverbot verhängt wird. Der traurige Spitzenwert lag bei einem Fahrzeug mit 200 km/h bei erlaubten 120 km/h. Wer so schnell fährt, gefährdet sich und andere – zu schnelles Fahren bleibt die Hauptursache für Unfälle im Straßenverkehr.

In einem anderen Fall stellte die Polizei so schwerwiegende Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht fest, dass voraussichtlich ein Bußgeld in Höhe von etwa 30.000 Euro droht. Dieses regelt, wie lange Berufskraftfahrer – beispielsweise von Lastwagen und Bussen – am Stück fahren dürfen, wann sie Pausen machen müssen und wie lange sie sich ausruhen müssen. Dies wird über den digitalen Fahrtenschreiber (Tachograph) kontrolliert, der Lenk- und Ruhezeiten aufzeichnet. Der Sinn dahinter ist einfach: Übermüdung am Steuer verhindern und damit alle auf der Autobahn schützen.

Ein weiteres Team hielt einen deutlich überladenen Fahrzeugtransporter an. Die Weiterfahrt wurde untersagt und das Fahrzeug mit einer Parkkralle gesichert. Gegen den Halter wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Die ausländische Firma hinterlegte eine Sicherheitsleistung von 400 Euro.

Besonders erfreulich: Im Ferienverkehr – also bei privaten Urlaubsfahrten – wurden keine Verstöße gegen die Ladungssicherung oder Überladung festgestellt. Viele Reisende berichteten, dass sie ihr Fahrzeug sogar vor der Abfahrt speziell auf einer Waage überprüft hatten. Dieses Vorgehen wird von der Polizei ausdrücklich begrüßt und allen Reisenden empfohlen.

Insgesamt wurde die Kontrolle bei sonnigem Wetter und 28 Grad von den Verkehrsteilnehmern als sehr positiv wahrgenommen – ein schönes Signal dafür, dass Sicherheit auf der Autobahn am besten im Miteinander erreicht wird.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Im Jahr 2023 ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 aus, was 2,13% der Gesamtzahl ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 (1,08%). Insgesamt gab es 450 Tote, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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