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Dortmund: Verkehrsunfall mit gestohlenem Multivan

Schwerer Unfall mit fünf Verletzten auf der Weseler Straße. Alkoholisierter Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs.

Foto: Depositphotos

Münster (ost)

Am späten Montagabend (08.06., 22:31 Uhr) ereignete sich auf der Weseler Straße in der Nähe der Einmündung zur Fritz-Stricker-Straße ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein gestohlener VW Multivan beteiligt war. Vier Personen wurden bei dem Unfall schwer und eine Person leicht verletzt.

Nach ersten Informationen fuhr ein 21-Jähriger mit drei Mitfahrern im Alter von 16, 17 und 22 Jahren mit dem VW Multivan von der Fritz-Stricker-Straße in den Kreuzungsbereich der Weseler Straße. Dort kollidierte der Multivan mit dem VW Polo eines 39-Jährigen, der bei Grünlicht von der Weseler Straße auf die Fritz-Stricker-Straße abbog. Danach prallte der Multivan gegen eine Hauswand.

Zunächst flüchtete eine Person aus dem Multivan. Die anderen drei Insassen, einschließlich des 21-jährigen Fahrers, blieben im Fahrzeug. Die Feuerwehr befreite und versorgte die teilweise eingeklemmten Männer, die zunächst lebensgefährlich verletzt waren. Rettungskräfte brachten sie dann ins Krankenhaus. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht keine Lebensgefahr mehr.

Der zunächst flüchtige 22-jährige Mitfahrer wurde von Polizisten im Zusammenhang mit einem anderen Vorfall an der Dülmener Straße schwer verletzt angetroffen. Rettungskräfte brachten auch ihn ins Krankenhaus.

Der 39-jährige Fahrer des VW Polo wurde durch den Unfall leicht verletzt.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der VW Multivan zwischen Samstag (06.06., 20:00 Uhr) und Sonntag (07.06., 11:00 Uhr) am Albersloher Weg gestohlen wurde. Die genauen Umstände der Tat sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Der 21-jährige Fahrer mit albanischer Staatsangehörigkeit stand zum Zeitpunkt des Unfalls unter Alkoholeinfluss. Ein Arzt entnahm ihm im Krankenhaus eine Blutprobe. Nach bisherigen Informationen besitzt der Mann keine gültige Fahrerlaubnis.

Der Kreuzungsbereich musste während der Unfallaufnahme gesperrt werden. Das Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei Dortmund hat die Spuren am Unfallort zur Rekonstruktion des Unfallhergangs gesichert. Die beteiligten Fahrzeuge wurden von den Beamten sichergestellt. Im Einsatz waren auch ein Polizeihubschrauber und eine Drohne der Feuerwehr, um nach der flüchtigen verletzten Person zu suchen.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon entfallen 63.250 auf Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 13.559 Unfälle aus, was 2,13% entspricht. 3.764 Unfälle, also 0,59%, ereigneten sich unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die meisten Unfälle (87,36%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts gab es 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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