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Dortmund: Waffen und Betäubungsmittel in Wohnung sichergestellt, Polizisten nehmen Mann fest

Eine Zeugin meldete einen Mann, der aus einem Mehrfamilienhaus schoss. Polizei fand zahlreiche Waffen und Betäubungsmittel bei Durchsuchung.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0629

Am Nachmittag des Donnerstags (30. Juli 2026) hat eine Zeugin in Sölde einen verdächtigen Mann gemeldet, der aus einem Mehrfamilienhausfenster auf eine Wiese geschossen hat. Kurz darauf haben Einsatzkräfte den Mann festgenommen und dann seine Wohnung durchsucht.

Um 15 Uhr hat die Zeugin die Polizei alarmiert. Daraufhin haben die Einsatzkräfte das Wohnhaus umstellt und Kontakt mit dem 30-jährigen Bewohner aufgenommen. Er konnte aus der Wohnung heraus sprechen und vorläufig festgenommen werden. Es gab keine Hinweise auf Drogen- oder Alkoholkonsum.

Bei der folgenden Durchsuchung der Wohnung haben die Beamten eine Vielzahl von verschiedenen Schreckschusswaffen und Messern sichergestellt. Darunter waren auch täuschend echt aussehende Sturmgewehre und Softairwaffen. Bei der Durchsuchung wurden nicht nur Waffen, sondern auch Betäubungsmittel gefunden.

Nach den Ermittlungen besteht ein Waffen- und Messertrageverbot gegen den Mann.

Der Verdächtige musste sich auf der Polizeiwache einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Da die Voraussetzungen für Untersuchungshaft nicht gegeben waren, wurde er nach Abschluss der Maßnahmen freigelassen.

Er steht nun Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz bevor.

Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich bei diesen Waffen um sogenannte erlaubnisfreie Waffen. Das Waffenrecht bezeichnet damit Gegenstände, deren Erwerb und Besitz keine Waffenbesitzkarte (WBK) und keinen Erwerbsschein erfordert. Sie müssen ein PTB-Zulassungszeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt tragen und dürfen nur von Personen ab 18 Jahren nach Vorlage eines amtlichen Altersnachweises frei erworben werden.

Das Führen in der Öffentlichkeit oder das Schießen außerhalb zugelassener Schießstätten oder dem eigenen, geschlossenen Privatgelände (befriedetes Besitztum) ist nicht erlaubt.

Die Ermittlungen zu den einzelnen Waffen und deren Einordnung dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 Nicht-Deutsche. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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