Eine Frau betrat die Gleise in Dortmund-Germania, verursachte beinahe Kollision. Bundespolizei ermittelt und warnt vor lebensgefährlichen Risiken im Gleisbereich.
Dortmund: Warnung vor Lebensgefahr durch gefährlichen Eingriff in Bahnverkehr

Dortmund (ost)
Am 7. Juli wurde ein deutscher Staatsbürger am Bahnhof Dortmund-Germania auf den Gleisen gesichtet. Der Lokführer einer einfahrenden S-Bahn konnte knapp eine Kollision vermeiden.
Um 21:30 Uhr informierte die Deutsche Bahn die Bundespolizei über einen Vorfall am Bahnhof Dortmund-Germania. Der Lokführer der S4 (Unna – Dortmund) gab an, dass er eine Notbremsung durchführen musste, da eine Frau vom Bahnsteig des Gleises 1 auf die Gleise gegangen war. Der Zug kam nur wenige Meter vor der 31-jährigen Frau zum Stehen. Danach begab sich die obdachlose Frau auf den Bahnsteig des Gleises 2 und setzte sich so an den Bahnsteigkante, dass ihre Füße über den Gleisen hingen. Die einfahrende S4 in der Gegenrichtung (Dortmund – Unna) musste ebenfalls eine Notbremsung durchführen.
Die alarmierte Bundespolizeistreife kontrollierte die Frau und wies sie eindringlich auf die Gefahren des Betretens der Gleise hin. Die Frau äußerte sich nicht zu dem Vorfall.
Nach einer gründlichen Untersuchung und enger Absprache mit dem örtlichen Ordnungsamt konnten sowohl eine Selbst- als auch Fremdgefährdung sowie Anzeichen für eine medizinische Ausnahmesituation ausgeschlossen werden. Die Beamten entließen die 31-jährige Frau nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und weist erneut darauf hin, wie leichtsinnig und lebensgefährlich ein Aufenthalt im Gleisbereich ist. Moderne Züge sind heutzutage oft erst hörbar, wenn es bereits zu spät sein könnte. Zudem können sie nicht ausweichen. Tödliche Gefahren gehen nicht nur vom Zugverkehr selbst, sondern auch von Betriebsanlagen wie stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur aus. Präventionshinweise finden Sie unter anderem im Internet unter: https://bundespolizei.de/sicher-im-alltag/sicher-auf-bahnanlagen#
Quelle: Presseportal








