Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Münster vollstreckte 4 Haftbefehle und beschlagnahmte 25 Kilogramm Rauschgift in Ahaus und Gronau am 19. Februar 2026.
Drogenhandelsschlag in Ahaus und Gronau

Essen / Ahaus / Gronau / Münster / Nottuln (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Münster, Zollfahndung Essen und Polizei Münster
Seit November 2024 führt die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) aus Münster, bestehend aus Beamten des Zollfahndungsamtes Essen und des Polizeipräsidiums Münster unter Leitung der Staatsanwaltschaft Münster, Ermittlungen gegen mehrere Verdächtige aus dem Bereich Ahaus und Gronau, die im Verdacht stehen, illegal mit Drogen zu handeln.
Ursprünglich richteten sich die Ermittlungen gegen Personen aus Nottuln, die die örtliche Drogenszene beliefern sollten. Es ergab sich schnell der Verdacht, dass sie die Drogen aus Ahaus bezogen. Weitere aufwendige Ermittlungen bestätigten diesen Verdacht.
In Ahaus wurden ein Büro und ein Café in einem Gebäudekomplex sowie eine Werkstatt als Orte für Drogenübergaben identifiziert.
Während der laufenden Ermittlungen konnten die Beamten der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe mit Unterstützung anderer Zoll- und Polizeidienststellen Cannabis und Kokain im zweistelligen Kilogrammbereich sicherstellen und vom Markt nehmen. Zudem wurde eine illegal betriebene Cannabisplantage in Gronau ausgehoben.
Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster Haftbefehle gegen die 28, 38, 39 und 43 Jahre alten Hauptverdächtigen aus Ahaus und Gronau erlassen.
In den frühen Morgenstunden des 19. Februar 2026 wurden diese Haftbefehle und zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse mit einem großen Aufgebot von Spezialeinheiten des Landes sowie über 170 Zoll- und Polizeibeamten vollstreckt.
An den verschiedenen Orten konnten neben mehreren Kilogramm Cannabis, Amphetamin und Kokain weitere Beweismittel sichergestellt werden, die nun von den Beamten ausgewertet werden.
Die Zollfahndung und die Polizei ermitteln in Münster bereits seit langem und erfolgreich gemeinsam in Fällen schwerer und organisierter Drogenkriminalität. Zu diesem Zweck wurde die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) – bestehend aus Beamten des Polizeipräsidiums Münster und des Zollfahndungsamts Essen – mit Sitz in Münster bereits im Jahr 1992 gegründet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 63.352 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 57.879, davon waren 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 nicht-deutsche Verdächtige. Nordrhein-Westfalen hatte somit die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








