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Drogenlieferung in der Nordstadt: Polizei nimmt Drogendealer fest

Am Montagnachmittag stellten zivile Polizeibeamte fest, dass Drogendealer ihre Waren aus dem Dachfenster warfen. Die Polizei nahm zwei Dealer fest.

Foto: Depositphotos

Dortmund (ost)

Fortlaufende Nummer: 0343

Am Montagnachmittag (27. April) stellten verdeckte Polizeibeamte fest, dass mutmaßliche Drogenhändler ihre Produkte aus dem Dachfenster eines Mehrfamilienhauses in der Missundestraße warfen. Auf der Straße erhielten die Kunden ihre Bestellung von einem anderen Händler. Die Polizei nahm zwei Händler fest.

Um 16:30 Uhr beobachteten Polizeibeamte, wie ein junger Mann (16 Jahre alt) einen anderen jungen Mann (18 Jahre alt) auf der Missundestraße vor einem Mehrfamilienhaus in der Nähe der Brunnenstraße ansprach. Kurz darauf telefonierte der 18-Jährige und wenig später wurde aus einem Dachfenster ein kleines Paket geworfen. Es folgte ein Austausch zwischen den beiden jungen Männern, wobei der 16-Jährige offenbar Geld übergab und im Gegenzug das Paket erhielt.

Die Polizisten kontrollierten den 16-Jährigen und stellten fest, dass er eine Verkaufseinheit Cannabis bei sich hatte.

Zuvor hatte es bereits weitere Telefonate und Würfe aus dem Dachfenster gegeben. Dabei konnten die Beamten auch die Person sehen, die die Pakete aus dem Fenster warf.

Die Polizisten erwirkten über die Staatsanwaltschaft Dortmund einen Durchsuchungsbeschluss für die betreffende Dachgeschosswohnung.

Um 17:30 Uhr verließ die Person, die zuvor die Pakete aus dem Fenster geworfen hatte, das Gebäude und entfernte sich von der Szenerie. Die Beamten nahmen den jungen Mann vorläufig fest. Es handelt sich um einen 17-jährigen Dortmunder. Die Polizei nahm auch den 18-Jährigen, der die Drogen vor dem Haus übergeben hatte, vorläufig fest.

Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten Verkaufseinheiten mit Cannabis, Haschisch und weitere Verkaufseinheiten mit vermutlich Kokain und Amphetaminen und stellten sie sicher.

Da keine besonderen Haftgründe gegen die Männer vorlagen, wurden sie nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen von der Polizeiwache entlassen. Die beiden erwartet nun ein Strafverfahren unter anderem wegen des illegalen Handels mit Kokain.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56367 auf 57879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49610 auf 51099 und die der weiblichen Verdächtigen von 6757 auf 6780 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Obwohl die Zahlen in Nordrhein-Westfalen gestiegen sind, bleibt die Region mit den meisten aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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