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Drogenumschlagsplatz in Essen – Festnahme

Ein 37-Jähriger mit iranischer Staatsangehörigkeit wurde in Essen vorläufig festgenommen, nachdem Einsatzkräfte eine nicht geringe Menge Kokain und Heroin in seiner Wohnung fanden.

Foto: Depositphotos

Essen (ost)

45127 E.-Westviertel: Nach Tipps des Kriminalkommissariats 14 für Betäubungsmittelkriminalität entdeckten Einsatzkräfte des Präsenzkonzepts „Safe City“ am Dienstag (24. Februar) einen vermuteten Drogenhandel in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Rheinischen Platz. Bei der nachfolgenden Durchsuchung entdeckten die Beamten eine beträchtliche Menge Kokain und Heroin. Ein 37-jähriger Verdächtiger mit iranischer Staatsangehörigkeit wurde vorläufig festgenommen.

Aufgrund mehrerer Hinweise auf Drogenhandel beobachteten die Beamten gegen 15 Uhr das Wohnhaus. Schon nach kurzer Zeit bemerkten sie verdächtige Aktivitäten in Form kurzer Besuche von verschiedenen Personen. Bei den folgenden Kontrollen fanden die Einsatzkräfte bei den vermuteten Käufern jeweils sogenannte „Bubbles“ mit Heroin. Dadurch verstärkte sich der Verdacht eines Drogenhandels aus der besagten Wohnung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen erließ ein Richter des Amtsgerichts Essen kurzfristig einen Durchsuchungsbeschluss.

Die Kräfte von „Safe City“ durchsuchten die Wohnung noch am selben Tag gegen 17 Uhr. Dabei beschlagnahmten die Beamten mehr als 100 Gramm Kokain sowie rund 550 Gramm Heroin. Außerdem fanden sie Bargeld im niedrigen vierstelligen Bereich. Neben zwei Messern, einer Machete und zwei Pfeffersprays wurden Gegenstände gefunden, die den Verdacht der Hehlerei begründen. Unter anderem stellten die Einsatzkräfte ein Elektrokleinstfahrzeug, einen Bohrhammer sowie weitere Elektrogeräte sicher. Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen.

Nach aktuellen Ermittlungen ist der 37-Jährige nicht in der Wohnung gemeldet und hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft Essen stellte einen Antrag auf Untersuchungshaft beim zuständigen Amtsgericht gegen den Verdächtigen. Gegen ihn wird wegen des illegalen Handels mit einer beträchtlichen Menge Kokain und Heroin sowie wegen des Verdachts der Hehlerei ermittelt. /RB

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56.367 auf 57.879, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 49.610 auf 51.099 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 6.757 auf 6.780 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 auf 18.722. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von aufgezeichneten Drogenfällen mit 73.917.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 70.510 73.917
Anzahl der aufgeklärten Fälle 63.352 65.532
Anzahl der Verdächtigen 56.367 57.879
Anzahl der männlichen Verdächtigen 49.610 51.099
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 6.757 6.780
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 16.655 18.722

Quelle: Bundeskriminalamt

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