Viele Fahrten unter dem Einfluss von Rauschmitteln im Kreis Olpe. Polizei veranlasst Blutprobenentnahmen bei betroffenen Fahrern nach Auffälligkeiten im Verhalten.
Drolshagen: Verkehrskontrollen am Osterwochenende

Kreis Olpe (ost)
Zwischen Gründonnerstag und Ostermontag wurden im Kreis Olpe mehrere Fahrerinnen und Fahrer mit Rauschmitteln am Steuer erwischt. Bei einem Vorfall endete eine Fahrt mit dem Fahrrad unter Alkoholeinfluss sogar mit einer Verletzung.
Olpe. Die erste Fahrt unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln wurde am Donnerstag, dem 2. April, gegen 7.15 Uhr in Friedrichsthal auf der Straße „Im Langen Feld“ von Polizeibeamten festgestellt. Ein 49-jähriger Lieferwagenfahrer wurde dort aufgrund seines Verhaltens auffällig. Vor Ort bemerkten die Polizeibeamten Anzeichen dafür, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein entsprechender Drogenvortest bestätigte den Verdacht. Daher wurde eine Blutprobe bei dem Lieferwagenfahrer auf der Polizeiwache durchgeführt.
Drolshagen. Am selben Tag gegen 17 Uhr fiel ein 55-jähriger Zeuge auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Gerberstraße auf. Nach Zeugenaussagen soll der Mann sein Fahrzeug abrupt gebremst und vor dem Aussteigen Alkohol konsumiert haben. Da er den Zeugen alkoholisiert erschien, hinderten sie den 55-Jährigen daran, seine Autofahrt fortzusetzen, und alarmierten die Polizei. Ein Atemalkoholtest der Polizeibeamten bestätigte den Verdacht der Zeugen. Der Mann wurde daher zur Polizeiwache gebracht, wo eine Blutprobe entnommen wurde.
Am Samstag, dem 4. April, gegen 16.30 Uhr kontrollierten Polizeibeamte in Brachtpe an der Kreuzung Weststraße / Im Strautsiepen einen 75-jährigen Autofahrer aufgrund seines auffälligen Fahrverhaltens. Nach einem positiven Atemalkoholtest musste der Mann eine Blutprobe auf der Polizeiwache abgeben.
Attendorn. Am Samstag, dem 4. April, gegen 17.30 Uhr kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Fahrrad und einem PKW. Ein Radfahrer wechselte unerwartet von dem Gehweg auf die Fahrbahn der Repetalstraße im Bereich Röllecken und kollidierte mit der Seite eines Autos auf der Fahrbahn. Der Radfahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde vor Ort medizinisch versorgt. Während der Unfallaufnahme gab es Anzeichen dafür, dass der 52-jährige Fahrer des Fahrrads unter Alkoholeinfluss stand. Ein Atemalkoholtest ergab ein positives Ergebnis. Daher wurde der Mann zwecks einer Blutprobenentnahme zur Polizeiwache gebracht.
Am Montag, dem 6. April, gegen 23 Uhr bemerkten Polizeibeamte im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle Anzeichen von Trunkenheit bei einer 53-jährigen Autofahrerin in der Straße „Am Wassertor“. Da der Atemalkoholtest positiv ausfiel, wurde die Frau zur Polizeiwache gebracht, um eine Blutprobe zu entnehmen. Allerdings war die Angelegenheit damit noch nicht abgeschlossen: Nur kurze Zeit später – am 7. April gegen 00.11 Uhr – wurde die 53-Jährige erneut beim Fahren ihres Fahrzeugs auf der Straße „Am Hellepädchen“ erwischt. Aus diesem Grund musste sie erneut zur Polizeiwache begleitet werden, wo eine weitere Blutprobe entnommen wurde.
In allen Fällen wurden entsprechende Strafanzeigen von den Polizeibeamten erstellt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 63.352 auf 65.532. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 56.367 auf 57.879. Im Jahr 2023 waren 51.099 der Verdächtigen männlich, 6.780 weiblich und 18.722 nicht-deutsch. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Drogenfälle mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% ausmacht. Die meisten Unfälle (87,36%) waren Übrige Sachschadensunfälle mit 556.792 Fällen. In innerorts gelegenen Ortslagen ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Fälle (2,74%) und auf Autobahnen gab es 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte auf den Straßen Nordrhein-Westfalens.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








