Die Polizei Duisburg kontrollierte Gastronomiebetriebe, Kioske und Wettbüros. Ergebnisse: 139 Personen überprüft, 10 Strafanzeigen, 46 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, 116 Verwarngelder.
Düsseldorf: Clankriminalität in Stadtgebiet, Polizei Duisburg führt Schwerpunkteinsatz durch

Duisburg (ost)
Am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag (17./18. April) kontrollierte die Polizei Duisburg gemeinsam mit mehreren Netzwerkpartnern im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes zur Bekämpfung der Clankriminalität vor allem Gastronomiebetriebe, Kioske und Wettbüros im Stadtgebiet und deren unmittelbares Umfeld. Auch Personen und Fahrzeuge in der Nähe der betroffenen Objekte wurden überprüft.
Beteiligt waren neben zahlreichen Einsatzkräften der Polizei – darunter Beamtinnen und Beamte der Kriminalpolizei, der Direktion Verkehr und der Diensthundestaffel – die Staatsanwaltschaft Duisburg, das Hauptzollamt Duisburg (unter anderem die Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit), die Stadt Duisburg (unter anderem Vollstreckungsstelle und Gewerbeamt), die Bezirksregierung Düsseldorf (Abteilung Arbeitsschutz und Glücksspiel) sowie das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität, Abteilung Rhein/Ruhr.
Die wichtigsten Ergebnisse des Einsatzes im Überblick:
Die Einsatzkräfte haben insgesamt die Personalien von 139 Personen festgestellt und zehn Strafanzeigen geschrieben – unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, das Betäubungsmittelgesetz und das Arzneimittelgesetz. Sichergestellt wurden unter anderem Munition, mutmaßlich Kokain und amtliche Kennzeichen.
Zudem schrieben Polizei und Netzwerkpartner insgesamt 46 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und erhoben 116 Verwarngelder, zum Beispiel wegen Verkehrsverstößen oder gewerberechtlichen Verstößen.
Insgesamt trafen die Beamtinnen und Beamten der Polizei Duisburg drei Personen an, die einen offenen Haftbefehl hatten.
Kräfte der Stadt Duisburg schlossen insgesamt zwei Cafés an der Bahnhofsstraße in Walsum und an der Heerstraße in Hochfeld unter anderem wegen Verstößen nach dem Gaststättengesetz. Außerdem stellten sie in zwei weiteren Cafés am Kometenplatz und an der Duisburger Straße mehrere Spielautomaten sicher bzw. versiegelten sie – wegen Verstößen gegen den Glückspielstaatsvertrag. Zudem stellte die Stadt eine vierstellige Summe Bargeld sicher.
Das Hauptzollamt Duisburg stellte unter anderem 36.480 Zigaretten ohne Steuerbanderole sicher.
Kontrollen, wie diese bringen neben konkreten Ergebnissen auch wichtige Erkenntnisse, die in weitere Ermittlungen einfließen. Sie sind ein wichtiger Baustein der behördenübergreifenden Strategie zur Bekämpfung von Clankriminalität, sagt Livia Degner, die Polizeiführerin und Leiterin der Polizeiinspektion 1-Nord: „Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern haben wir bei diesem Einsatz den Kriminellen mit unseren Maßnahmen das Leben wieder ein Stück schwerer gemacht. Wir werden auch in Zukunft nicht lockerlassen und gegen kriminelle Strukturen vorgehen, um die Sicherheit in Duisburg nachhaltig zu stärken.“
Für Fragen im Zusammenhang mit den Feststellungen der Polizei zum Schwerpunkteinsatz in Duisburg wenden sich Journalistinnen und Journalisten bitte ab Montag, 20. April an die Pressestelle der Polizei Duisburg.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63352 auf 65532. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch von 56367 auf 57879. Unter den Verdächtigen waren 2023 51099 Männer und 6780 Frauen, während es 2022 49610 Männer und 6757 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16655 auf 18722. Nordrhein-Westfalen bleibt weiterhin die Region mit den meisten gemeldeten Drogenfällen in Deutschland im Jahr 2023.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








