Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Düsseldorf: Passanten bedroht und beleidigt im Hofgarten – Polizei stellt Tatverdächtige

Polizisten klären möglichen Zusammenhang mit vorherigem Raub auf; zwei Jugendliche vorläufig festgenommen.

Foto: Depositphotos

Düsseldorf (ost)

Einsatzzeit: Donnerstag, 27.08.2026, 23:33 Uhr

Während Beamte der Polizeiinspektion Mitte am Abend des vergangenen Donnerstags eigentlich einen Raubüberfall im Hofgarten aufklären wollten, wurden zwei Jugendliche festgenommen, die Passanten im Hofgarten bedroht und beleidigt hatten. Möglicherweise waren sie auch an dem Raubüberfall im Hofgarten in der Nacht zuvor beteiligt.

Am Donnerstag, kurz vor Mitternacht, berichtete ein 60-jähriger Mann der Polizei, dass er in der vorherigen Nacht von mehreren Jugendlichen im Hofgarten überfallen worden war. Bei dem Überfall wurde er mit Pfefferspray attackiert und ihm wurde eine Bauchtasche mit Mobiltelefon sowie seine Armbanduhr gestohlen. Als er versuchte, sein eigenes Telefon anzurufen, nahm einer der vermeintlichen Täter tatsächlich den Anruf entgegen und sagte dem 60-Jährigen, er könne sein Eigentum im Hofgarten abholen. Daraufhin alarmierte der Mann die Polizei.

Zusammen mit der Polizei begab er sich zum Hofgarten in der Hoffnung, die Verdächtigen zu finden. Während er erneut versuchte, sein eigenes Telefon anzurufen, nahm niemand ab. Plötzlich näherte sich ein 31-jähriger Mann den Beamten und teilte mit, dass er die Bauchtasche mit dem Telefon in einem Gebüsch gefunden hatte. Er berichtete den Polizisten, dass er kurz zuvor von drei Jugendlichen im Hofgarten homophob beleidigt und bedroht worden war. Aufgrund der Beschreibung des 60-Jährigen könnten sie mit dem Raub in Verbindung stehen.

Die Polizisten beobachteten im Hofgarten ein jugendliches Trio, das Passanten ansprach und beleidigte. Als sie versuchten, die drei zu kontrollieren, flüchteten sie. Nach einer kurzen Verfolgung konnten die Beamten zwei der Jugendlichen festnehmen, die sich heftig wehrten. Der 16-jährige und der 17-jährige, beide deutsche Staatsbürger, wurden vorläufig festgenommen. Sie erwarten nun ein Strafverfahren, unter anderem wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Ob die Jugendlichen tatsächlich für den Raub in der vorherigen Nacht verantwortlich sind, wird im Rahmen der laufenden Ermittlungen überprüft.

Die Möglichkeit einer queerfeindlichen Motivation bei dem Trio wird derzeit vom Staatsschutz untersucht.

(heu)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Jahr 2023 gab es 596 männliche Verdächtige, im Vergleich zu 458 im Jahr 2022. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen stieg von 60 auf 75. Auch die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 206 auf 310. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle, was zeigt, dass Nordrhein-Westfalen eine der Regionen mit den höchsten Mordraten in Deutschland ist.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24