Nach einem Raub mit Schusswaffe wurden Tatverdächtige ermittelt und Beweismittel sichergestellt. Die Ermittlungen richten sich gegen acht Jugendliche.
Düsseldorf: Schwerer Raub in Vennhausen, Jugendliche Tatverdächtige ermittelt

Düsseldorf (ost)
Der Vorfall ereignete sich am Montag, dem 12. Januar 2026, um 16:45 Uhr.
Nach einem schwerwiegenden Raubüberfall mit einer Schusswaffe in Vennhausen konnten die Ermittler des Jugendkommissariats KK 36 mehrere Verdächtige identifizieren und bei einer umfangreichen Durchsuchungsaktion umfangreiches Beweismaterial sicherstellen.
Basierend auf den bisherigen Untersuchungen des KK 36 scheint es, dass ein Jugendlicher zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund unter falschen Vorwänden auf einen Spielplatz in Vennhausen gelockt wurde. Dort wurden sie sofort von mehreren maskierten Unbekannten angegriffen und geschlagen. Während der Begleiter verletzt entkommen konnte, wurde das Opfer weiterhin schwer körperlich misshandelt. Bei der Ausführung der Tat soll außerdem eine Machete und eine in den Boden abgefeuerte Schusswaffe verwendet worden sein. Als ein unbeteiligter Zeuge eingriff, flüchtete die Gruppe mit der Geldbörse, den Schuhen und anderen Gegenständen des Opfers. Der Jugendliche musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Im Rahmen der rasch eingeleiteten Fahndung der Polizei wurden erste Verdächtige in der Nähe angetroffen und überprüft. Die Ermittler des KK 36 knüpften von dort aus Verbindungen zu weiteren möglichen Beteiligten an der brutalen Tat. Letzte Woche durchsuchte die Polizei in einer koordinierten Aktion mit Unterstützung durch Beamte einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) insgesamt sechs Objekte im Stadtgebiet von Düsseldorf. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter mehrere Schreckschusswaffen. Die laufenden Ermittlungen richten sich derzeit gegen acht Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls zunahm, stieg die Anzahl der Verdächtigen von 8073 im Jahr 2022 auf 9103 im Jahr 2023. Besonders auffällig ist der Anstieg der nicht-deutschen Verdächtigen, von 3590 im Jahr 2022 auf 4163 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 11.270 | 12.625 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 6.473 | 7.478 |
| Anzahl der Verdächtigen | 8.073 | 9.103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 7.238 | 8.213 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 835 | 890 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 3.590 | 4.163 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Darunter waren 458 männliche Verdächtige, 60 weibliche Verdächtige und 206 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der männlichen Verdächtigen auf 596, die weiblichen Verdächtigen auf 75 und die nicht-deutschen Verdächtigen auf 310. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








