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Düsseldorf: Schwerpunktkontrolle bei Truck and Bus in Kalkar

LKW überschreitet Anhängelast um 97%. Behörden führen behördenübergreifende Kontrolle durch, um Verstöße im gewerblichen Verkehr zu ahnden.

Schwerpunkttrollen der KPB Kleve (2)
Foto: Presseportal.de

Kreis Kleve/Kalkar-Kehrum (ost)

Am Dienstag (5. Mai 2026) führte der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde im Rahmen der europaweiten RoadPol-Aktionswoche „Truck and Bus“ einen Schwerpunkteinsatz zur Überwachung des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs durch. Bei dieser kooperativen Aktion waren Kräfte der Autobahnpolizei, der Kreispolizeibehörde Wesel, des Zolls und der Bezirksregierung Düsseldorf beteiligt, die Kontrollstelle wurde in Kalkar-Kehrum eingerichtet. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Behörden dabei.

Unsichere Betonplatten auf der Ladefläche Insgesamt wurden zwischen 09:00 und 14:30 Uhr 31 Fahrzeuge überprüft – dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. An 22 Fahrzeugen wurden Mängel festgestellt, bei zehn Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt untersagt, zwei davon mussten zur weiteren technischen Überprüfung einem Sachverständigen vorgeführt werden. Eines der kontrollierten Fahrzeuge war ein Klein-LKW eines Gartenlandschaftsbauunternehmens. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass die transportierte Palette mit Betonplatten, die etwa eine Tonne wogen, vollkommen ungesichert auf der Ladefläche lag. Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs wurde durch die schweren Platten um 16 % überschritten. Außerdem war der Motorraum stark mit Öl verschmutzt. Aufgrund dieser Umweltverschmutzung wurde das Fahrzeug von den Beamten sichergestellt und einem Sachverständigen für ein Gutachten vorgeführt. Zudem leitete der Zoll Ermittlungen wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit gegen den Fahrer und den Beifahrer (zwei Männer aus dem Kosovo) ein. Zur Überprüfung möglicher Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Bestimmungen wurden auch Beamte der Bundespolizei hinzugezogen.

Bei der Kontrolle eines türkischen Sattelzuges wurden erhebliche technische Mängel festgestellt (u.a. an den Federbälgen). Das Fahrzeug wurde zur technischen Überprüfung zum Dekra-Stützpunkt in Kalkar gebracht. Der LKW durfte nicht weiterfahren. Der Unternehmer wird außerdem mit einem hohen dreistelligen Bußgeld rechnen müssen. Ein kontrolliertes Lkw-Gespann hatte den erlaubten Maximalwert am meisten überschritten: Auf dem zu kleinen Anhänger hinter dem Mercedes Sprinter stand ein Bagger. Das tatsächliche Gesamtgewicht von Anhänger und Ladung lag satte 97 % über dem zulässigen Wert der maximalen Anhängelast des Zugfahrzeugs.

Zusätzlich wurden insgesamt dreizehn Verstöße gegen Sozialvorschriften, also gegen Lenk- und Ruhezeiten, festgestellt. Zu den weiteren 16 erfassten Verstößen gehörten auch zwei Strafanzeigen, da die kontrollierten Fahrer keine gültigen Führerscheine vorweisen konnten.

Das europaweite Netzwerk ROADPOL (European Roads Policing Network) setzt sich für die Sicherheit auf den Straßen ein – durch koordinierte Kontrollen, effektive Prävention und klare Aufklärung. Die Polizei Kleve beteiligt sich regelmäßig an Schwerpunkteinsätzen und Kontrollwochen zu verschiedenen Themen, die darauf abzielen, die Hauptursachen für Unfälle zu bekämpfen und die Verkehrssicherheit zu verbessern. (cs)

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 637.365 Unfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 3.764 Fällen registriert, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792 Fälle, was 87,36% der Gesamtzahl ausmacht. In innerorts gelegenen Ortslagen ereigneten sich 55.296 Unfälle (8,68%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 17.437 Unfälle (2,74%) und auf Autobahnen gab es 6.889 Unfälle (1,08%). Insgesamt gab es 450 Verkehrstote, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 637.365
Unfälle mit Personenschaden 63.250
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 13.559
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 3.764
Übrige Sachschadensunfälle 556.792
Ortslage – innerorts 55.296
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 17.437
Ortslage – auf Autobahnen 6.889
Getötete 450
Schwerverletzte 11.172
Leichtverletzte 68.000

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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