632 kg medizinisches Marihuana im Wert von 122.000 Euro wurden in Müllverbrennungsanlage vernichtet. Einfuhr scheiterte an fehlender Einfuhrumsatzsteuer, nach Insolvenzverfahren Vernichtung durchgeführt.
Düsseldorf: Zoll vernichtet 632 kg Marihuana

Düsseldorf (ost)
Am 7.7.2026 wurden 632 Kilogramm medizinisches Marihuana im Wert von etwa 122.000 Euro in einer Müllverbrennungsanlage im Auftrag der Verwertungsstelle des Hauptzollamts Düsseldorf zerstört.
Vor der Vernichtung gab es eine Einfuhr über das Zollamt Düsseldorf Flughafen im Dezember 2023. Trotz vorhandener Unterlagen und Erlaubnisse für die legale Einfuhr konnte das Marihuana nicht freigegeben werden, da der Einführer die Einfuhrumsatzsteuer von über 23.000 Euro nicht bezahlen konnte.
Die Vernichtung wurde erst jetzt durchgeführt, da über das Vermögen des Einführers ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, dessen Ausgang vom Zoll abgewartet werden musste. Da das Marihuana inzwischen abgelaufen war, konnte es sowieso nicht mehr für medizinische Zwecke genutzt werden.
Der Transport des Marihuanas wurde vom Ortsverband Düsseldorf des THW durchgeführt. Sowohl der Transport als auch die nachfolgende Vernichtung wurden vom Zoll überwacht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen von 2022 auf 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Obwohl die Anzahl der gelösten Fälle ebenfalls gestiegen ist, gab es insgesamt mehr Verdächtige im Jahr 2023 als im Vorjahr. Die meisten Verdächtigen waren Männer, gefolgt von Frauen und nicht-deutschen Verdächtigen. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








