Das Landgericht Duisburg verhängte am 14. September 2026 lange Haftstrafen für fünf Angeklagte wegen bandenmäßigen Rauschgifthandels und weiterer Straftaten.
Duisburg / Essen: Rauschgiftgruppierung verurteilt

Duisburg / Essen (ost)
Lange Gefängnisstrafen für internationale Drogenbande Fünf Angeklagte wegen organisiertem Drogenhandel und anderen Straftaten verurteilt
Duisburg / Essen
Am 14. September 2026 verurteilte das Landgericht Duisburg fünf Angeklagte einer internationalen Drogenbande zu langen Freiheitsstrafen zwischen drei Jahren sechs Monaten und zehn Jahren. Zudem wurden Einnahmen in Höhe von über 450.000 Euro beschlagnahmt.
Das Urteil gegen einen Angeklagten ist rechtskräftig, während es gegen die anderen noch nicht rechtskräftig ist.
Bereits am 24. April 2026 verurteilte das Landgericht Duisburg sieben weitere Mitglieder der Bande zu Freiheitsstrafen von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung bis zu acht Jahren Gefängnis.
Die kriminellen Aktivitäten waren weitreichend: Die Bande handelte international mit über 7 Tonnen Cannabis, über 500 Kilogramm verschiedenen Drogen, darunter Kokain und Crystal Meth, etwa 2.000 Litern synthetischen Drogen, Ecstasy und LSD-Trips sowie Ketamin-Sticks und Produkten mit Cannabinoiden, einschließlich THC-haltigen Süßigkeiten.
Somit sind nun alle zwölf Angeklagten des umfangreichen Verfahrens erstinstanzlich verurteilt.
Laut Gericht waren die Angeklagten maßgeblich an der organisierten internationalen Einfuhr und dem Handel mit Betäubungsmitteln und Cannabis in großen Mengen beteiligt.
Das Zollfahndungsamt Essen und die Staatsanwaltschaft Duisburg hatten im Oktober 2024 einen umfangreichen Schlag gegen die international tätige Bande geführt. Die damaligen Maßnahmen führten zur Zerschlagung wichtiger Bandenstrukturen und zur Sicherstellung großer Mengen an Drogen und Waffen.
Weitere Informationen zum Ermittlungserfolg vom 10. Oktober 2024: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/116257/5884106
Während der Durchsuchungen im Ermittlungsverfahren konnten unter anderem die auf den Bildern abgebildeten illegalen Substanzen sichergestellt werden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 73.917 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 63.352 im Jahr 2022 auf 65.532 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 2022 56.367, wobei 2023 eine Zunahme auf 57.879 zu verzeichnen war. Von den Verdächtigen waren 49.610 männlich und 6.757 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 51.099 männliche und 6.780 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 16.655 im Jahr 2022 auf 18.722 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








