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Duisburg: Haftbefehle gegen drei Tatverdächtige vollstreckt

Die Polizei hat drei Tatverdächtige festgenommen, die eine Frau überfallen und schwer verletzt haben. Die Seniorin konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Foto: Depositphotos

Köln (ost)

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Köln haben bekannt gegeben:

Nach einem versuchten Raubmord an einer 72-jährigen Frau am Freitagabend (31. Juli) in Köln wurden drei Verdächtige (20, 28, 32) von der Polizei festgenommen. Sie werden beschuldigt, die Frau in ihrer Wohnung in der Nähe des Heumarkts überfallen und schwer verletzt zu haben.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte die 72-Jährige mehrere Artikel auf einer Online-Plattform zum Verkauf angeboten. Am Freitagabend empfing sie gegen 22.30 Uhr den 32-jährigen Mann und eine 20-jährige Frau als potenzielle Käufer in ihrer Wohnung. Die beiden sollen sie unerwartet angegriffen haben. Nachdem die 72-Jährige das Bewusstsein verloren hatte, sollen die Verdächtigen ihr Schnittverletzungen zugefügt, Wertgegenstände gestohlen und die Wohnung verlassen haben. Als die Seniorin wieder zu sich kam, rief sie selbst die Rettungskräfte.

Durch Recherchen im Internet identifizierten Beamte der Mordkommission der Polizei Köln kurz darauf drei Verdächtige in Duisburg. Demnach soll der 28-jährige Mann als Komplize an der Tat beteiligt gewesen sein.

Des Weiteren wird bereits wegen des Verdachts des schweren Raubes mit Schusswaffen gegen das Trio ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Gera wirft den Verdächtigen vor, am 20. Juli eine Frau in Gera mit einer Pistole bedroht und ausgeraubt zu haben. In diesem Zusammenhang erfolgte nun die Festnahme des 32-Jährigen.

Die Polizeikräfte in Duisburg nahmen am Montagabend (3. August) die beiden Männer in der Innenstadt von Duisburg fest. Aufgrund von Hinweisen, dass die 20-jährige Frau bewaffnet sein könnte, wurde sie am Dienstagvormittag (4. August) von Spezialeinheiten der Polizei festgenommen und ihre Wohnung in Duisburg-Marxloh durchsucht.

Die Seniorin konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. (bg/ts)

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 11270 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 12625 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 6473 auf 7478. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 8073 auf 9103, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Interessanterweise stieg auch die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen von 3590 auf 4163. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland, die die höchste Anzahl von Raubüberfällen im Jahr 2023 verzeichneten – 12625 Fälle – zeigt Nordrhein-Westfalen eine ähnlich hohe Kriminalitätsrate.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 11.270 12.625
Anzahl der aufgeklärten Fälle 6.473 7.478
Anzahl der Verdächtigen 8.073 9.103
Anzahl der männlichen Verdächtigen 7.238 8.213
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 835 890
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 3.590 4.163

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle von Mord registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 auf 671, wobei der größte Teil männliche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 waren 596 der Verdächtigen männlich, im Vergleich zu 458 im Jahr 2022. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 auf 310. Trotz des Anstiegs der Mordraten in Nordrhein-Westfalen liegt die Region immer noch unter der Region mit den meisten aufgezeichneten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023, die 470 Fälle verzeichnete.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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