Die Polizei in NRW nimmt an einem bundesweiten Pilotbetrieb teil, um bei Notrufen automatisch Standortdaten abzurufen und schneller Hilfe leisten zu können.
Duisburg: Notrufstandortübermittlung bei Polizei NRW möglich

Duisburg (ost)
Personen, die sich in einer Notsituation befinden und ihren Standort nicht kennen oder nicht mitteilen können, erhalten nun noch schneller Unterstützung von der Polizei!
Die Polizeileitstellen in Nordrhein-Westfalen sind seit Kurzem an einem nationalen Pilotprojekt beteiligt. Bei Notrufen können die Leitstellen bei konkreter Gefahr für eine Person mit wenigen Klicks Standortdaten abrufen. Die automatische Standortübermittlung kann auch bei der Verfolgung von Straftaten hilfreich sein. Wenn beispielsweise ein Zeuge eine gewalttätige Auseinandersetzung, einen Raub oder einen Einbruch beobachtet und die 110 wählt, ohne den eigenen Standort genau zu kennen, kann die Polizei die übermittelten Standortdaten nutzen. Dadurch können Einsatzkräfte schneller zum richtigen Ort geschickt und ohne Zeitverzögerung reagiert werden.
Die technische Basis dafür ist die sogenannte „Advanced Mobile Location“-Technologie (AML), die in modernen Smartphones integriert ist. Wenn eine Person mit dem Smartphone die 110 wählt, übermittelt das Gerät während des Anrufs automatisch Standortdaten an einen zentralen Speicherort. Die Daten werden dort 60 Minuten lang gespeichert und dann automatisch und unwiderruflich gelöscht.
Die Einsatzdisponenten in den Polizeileitstellen können diese Standortdaten bis zu 60 Minuten nach Eingang des Notrufs abrufen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Ohne einen vorherigen Notruf ist ein Zugriff auf die über AML bereitgestellten Standortdaten nicht möglich. Es werden keine Bewegungsprofile erstellt.
Für Rückfragen zum nationalen Pilotprojekt wenden Sie sich bitte an das zuständige Ministerium des Innern, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg (pressestelle@im.bwl.de).
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Nordrhein-Westfalen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 29667 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 21181 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 7667 auf 8126 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 6623 auf 7062, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen höher war als die der weiblichen Verdächtigen. Von den Verdächtigen waren 2159 nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 29.667 | 21.181 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.667 | 8.126 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.623 | 7.062 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 4.478 | 4.726 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.145 | 2.336 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 2.072 | 2.159 |
Quelle: Bundeskriminalamt








