Ein 16-Jähriger wurde auf einem Supermarktgelände angeschossen. Der Tatverdächtige ist auf der Flucht, die Polizei bittet um Hinweise.
Duisburg: Öffentlichkeitsfahndung nach schwerer Körperverletzung

Duisburg (ost)
Am Samstagabend (19. September, 21:04 Uhr) hat ein bisher unbekannter Täter auf dem Gelände eines Supermarktes in der August-Thyssen-Straße einen 16-Jährigen plötzlich im Gesicht angeschossen und schwer am Auge verletzt. Während der Täter in eine unbekannte Richtung floh, alarmierten Zeugen die Polizei.
Die eingesetzten Polizisten leisteten Erste Hilfe für den schwer verletzten Jugendlichen und begannen sofort mit den Ermittlungen. Nach der medizinischen Versorgung brachte ein Rettungswagen den 16-Jährigen in ein Spezialklinik. Ein Polizeihund war im Einsatz, um nach der möglichen Tatwaffe zu suchen – bislang erfolglos.
Weitere Ermittlungen führten zu einem 21-jährigen Mann mit deutscher und türkischer Staatsangehörigkeit, der dringend verdächtigt wird, mit einer Schreckschusswaffe auf den 16-Jährigen geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Duisburg betrachtet die Tat unter anderem als schwere Körperverletzung, da zu befürchten ist, dass das Opfer sein Sehvermögen auf dem betroffenen Auge verlieren wird.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Richter am Amtsgericht Duisburg einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 21-Jährigen in Duisburg sowie einen Haftbefehl. Da der Gesuchte sich vermutlich auf der Flucht befindet, ordnet die Staatsanwaltschaft Duisburg eine öffentliche Fahndung an.
Fotos des Tatverdächtigen finden Sie hier: https://polizei.nrw/fahndung/216896
Wenn Sie auf den möglicherweise noch bewaffneten Tatverdächtigen stoßen, sprechen Sie ihn nicht an, sondern informieren Sie die Polizei unter der Notrufnummer 110. Sollten Sie Informationen zu seinem Aufenthaltsort haben, rufen Sie ebenfalls den Polizeinotruf an. Die Fahndungsmaßnahmen und die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 auf 443. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 458 Männer und 60 Frauen im Jahr 2022, während es 596 Männer und 75 Frauen im Jahr 2023 waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 206 im Jahr 2022 auf 310 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt








