Ein 57-jähriger Mann wurde mit Bargeld in szenetypischer Stückelung auf seinem Fahrrad kontrolliert. Ein 40-jähriger Meidericher wurde mit Chemikalien, Geld und Waffen festgenommen.
Duisburg: Polizei nimmt Drogendealer in Alt-Hamborn/Obermeiderich fest

Duisburg (ost)
Am Montagabend (1. Juni, 20:58 Uhr) sahen Polizisten an der Harnackstraße ein Paar, das den Eindruck erweckte, mit Drogen zu handeln. Als der 57-jährige Mann dann auf sein Fahrrad stieg und in Richtung seines Wohnsitzes fuhr, kontrollierten die Beamten ihn und fanden bei der Durchsuchung Bargeld in typischer Aufteilung.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Richter am Amtsgericht Duisburg einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung. Dort entdeckten die Einsatzkräfte neben Drogen auch sein Handy. Sie beschlagnahmten beides und leiteten ein weiteres Strafverfahren ein.
Aufgrund der Durchsuchung ermittelten die Polizisten auch einen 40-jährigen Mann aus Meiderich. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Richter am Amtsgericht Duisburg einen weiteren Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnadresse. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten neben verdächtigen Chemikalien und einer großen Menge Verpackungsmaterial auch ein Luftgewehr, Messer, verschreibungspflichtige Medikamente, eine vierstellige Geldsumme und ein Handy – sie beschlagnahmten alles und nahmen den Duisburger vorläufig fest.
Jetzt müssen sich die beiden Männer mit Strafverfahren auseinandersetzen. Das Kriminalkommissariat 24 hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Drogenraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 70.510 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 63.352 gelöst wurden. Es gab insgesamt 56.367 Verdächtige, darunter 49.610 Männer, 6.757 Frauen und 16.655 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 73.917, wobei 65.532 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 57.879 Verdächtige, darunter 51.099 Männer, 6.780 Frauen und 18.722 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich zu anderen Regionen in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen mit insgesamt 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 70.510 | 73.917 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 63.352 | 65.532 |
| Anzahl der Verdächtigen | 56.367 | 57.879 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 49.610 | 51.099 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 6.757 | 6.780 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 16.655 | 18.722 |
Quelle: Bundeskriminalamt








