Ein Autofahrer meldete einen Steinwurf auf die Windschutzscheibe seines BMW. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als versuchten Mord und eine Mordkommission ermittelt.
Duisburg: Steinwurf auf Pkw – Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Huckingen (ost)
Am Samstagmittag informierte ein 60-jähriger Autofahrer die Polizei, weil ein Stein von einer Brücke auf die Windschutzscheibe seines BMW prallte, als er auf der Autobahn A59 in Fahrtrichtung Dinslaken zwischen den Anschlussstellen Kreuz Duisburg Süd (Autobahnkilometer 24,6) und Duisburg-Großenbaum (Autobahnkilometer 22,4) unterwegs war. Weder der Fahrer noch seine Beifahrerin wurden verletzt. Es entstand jedoch Sachschaden am Auto.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg betrachtet die Tat als versuchten Mord. Eine Mordkommission der Polizei Duisburg hat die Untersuchungen aufgenommen. Es gibt drei Brücken zwischen den beiden Anschlussstellen, von denen der Stein auf das Auto geworfen worden sein könnte. Die Gegend um diese potenziellen Tatorte wurde abgesperrt, um Spuren zu sichern.
Noch am selben Abend um 19:30 Uhr erschien ein 53-jähriger Mann auf der Wache des Polizeipräsidiums und gestand, in der Vergangenheit mehrmals Steine auf Autobahnen geworfen zu haben. Die Beamten nahmen ihn fest. Nach aktuellen Ermittlungen ist der Verdächtige nicht nur für die Tat vom 8. August, sondern auch für eine ähnliche Tat Ende Juli 2026 dringend verdächtig. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg hat die zuständige Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Duisburg am Sonntag, den 9. August, die Untersuchungshaft gegen den 53-Jährigen angeordnet. Die Frage, ob der Mann weitere Steinwürfe begangen haben könnte und was sein Motiv war, wird weiterhin untersucht.
Wer hat etwas Verdächtiges beobachtet oder kann Informationen über den Tatverdächtigen geben? Hinweise werden vom Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer 0203 2800 entgegengenommen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023
Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle von Mord aufgezeichnet, während es im Jahr 2023 470 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 357 im Jahr 2022 auf 443 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 518 im Jahr 2022 auf 671 im Jahr 2023. Davon waren 458 männlich, 60 weiblich und 206 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte die Region in Deutschland mit den meisten aufgezeichneten Mordfällen im Jahr 2023 insgesamt 470 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 380 | 470 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 357 | 443 |
| Anzahl der Verdächtigen | 518 | 671 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 458 | 596 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 60 | 75 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 206 | 310 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 637.365 Verkehrsunfälle. Davon waren 63.250 Unfälle mit Personenschaden, was 9,92% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 13.559 Fälle aus, was 2,13% entspricht. 3.764 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,59% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 556.792, was 87,36% aller Unfälle ausmacht. In der Ortslage innerorts ereigneten sich 55.296 Unfälle, was 8,68% entspricht. Außerorts (ohne Autobahnen) gab es 17.437 Unfälle, was 2,74% entspricht. Auf Autobahnen ereigneten sich 6.889 Unfälle, was 1,08% entspricht. Insgesamt gab es 450 Getötete, 11.172 Schwerverletzte und 68.000 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 637.365 |
| Unfälle mit Personenschaden | 63.250 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 13.559 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 3.764 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 556.792 |
| Ortslage – innerorts | 55.296 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 17.437 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 6.889 |
| Getötete | 450 |
| Schwerverletzte | 11.172 |
| Leichtverletzte | 68.000 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








