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Duisburg: Totschlag in Rheinhausen-Mitte

Eine Frau verletzte ihren Bruder lebensgefährlich mit einem Messer. Polizei nahm die Tatverdächtige fest und ermittelt weiter.

Foto: Depositphotos

Duisburg (ost)

Am Sonntagabend (16. August, 17:38 Uhr) ereignete sich in einem Wohnhaus in der Lessingstraße aufgrund von Streitigkeiten innerhalb der Familie ein Vorfall, bei dem eine 39-jährige deutsche Frau ihren 41-jährigen Bruder mit einem Messer lebensgefährlich verletzte und sich anschließend in ihre Wohnung zurückzog.

Polizisten leisteten Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte eintrafen. Weitere Einsatzkräfte brachen gewaltsam die Wohnungstür auf, nahmen die Verdächtige vorläufig fest und sicherten die mutmaßliche Tatwaffe. Ein Rettungswagen brachte den 41-Jährigen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg betrachtet die Tat als versuchten Totschlag. Unter ihrer Leitung richtete das Kriminalkommissariat 11 der Duisburger Polizei noch am Sonntagabend eine Mordkommission ein.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Richter am Amtsgericht Duisburg am Montag (17. August) einen Haftbefehl, unter anderem wegen versuchten Totschlags. Die Ermittlungen zu den Motiven und Hintergründen der Tat dauern derzeit an.

Der 41-jährige Mann ist derzeit außer Lebensgefahr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Nordrhein-Westfalen für 2022/2023

Die Mordraten in Nordrhein-Westfalen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 380 Fälle registriert, wovon 357 gelöst wurden. Es gab insgesamt 518 Verdächtige, darunter 458 Männer, 60 Frauen und 206 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 470, wovon 443 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 671, darunter 596 Männer, 75 Frauen und 310 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu war Nordrhein-Westfalen die Region mit den meisten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 mit insgesamt 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 380 470
Anzahl der aufgeklärten Fälle 357 443
Anzahl der Verdächtigen 518 671
Anzahl der männlichen Verdächtigen 458 596
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 60 75
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 206 310

Quelle: Bundeskriminalamt

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